10.09.2004 | 09:43

38,3 Millionen Euro für Sanierung von 3 Altlasten in NÖ

Sobotka: Gefährliche Altlasten wie Angeler Grube in Wiener Neustadt werden geräumt

In der aktuellen Sitzung der Altlastensanierungskommission, in der Niederösterreich den Vorsitz innehat, wurden kürzlich 38,3 Millionen Euro für die Sanierung der Angeler Grube in Wiener Neustadt, der Werft Korneuburg und der Deponie in Wiener Neudorf genehmigt. „Alleine für die Räumung der Angeler Grube werden über 21 Millionen Euro aufgewendet. Die Mittel werden für die Räumung der verfüllten Schottergrube, den Aushub und die Aussortierung der Grundwasser gefährdenden Ablagerungen verwendet. „Dadurch kann eine weitere Gefährdung der Grundwasserreserven der Mitterndorfer Senke abgewendet werden“, so Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Mit über 6 Millionen Euro wird die Sanierung der Werft in Korneuburg gefördert. Durch diese Mittel können die Kontaminierungen der Werft saniert und die Nachnutzung der Hallen gesichert werden. Als drittes Projekt wird die Sanierung der Deponie und des Sportplatzes in Wiener Neudorf mit 10,9 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt werden die drei Projekte mit 38,3 Millionen Euro gefördert.

Niederösterreich ist es in den letzten Jahren gelungen, die meisten Mittel aus diesem Fördertopf anzusprechen. Über 47 Prozent der Förderungen, insgesamt mehr als 362 Millionen Euro, flossen in den letzten Jahren nach Niederösterreich, unter anderem für die Räumung der Bergerdeponie und der Fischerdeponie.

„Das Thema Abfall ist die große Herausforderung für die moderne Gesellschaft“, betont Sobotka. Allein die Fischerdeponie hat gezeigt, was passieren kann. 950.000 Tonnen illegaler Abfall wurden in eineinhalb Jahren gehoben und entsorgt. Allein hier lagen die Kosten bei mehr als 140 Millionen Euro.

Um solche Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, appelliert Sobotka an die Bevölkerung, auch weiterhin richtig zu trennen und wenn möglich Müll gleich beim Einkauf zu vermeiden. Das Land Niederösterreich hilft bei der Abfallvermeidung mit Informationsmaterialien und dem Abfalltelefon unter 02742/9005-15214.

Auch in Zukunft bleibt die Abfallvermeidung der wichtigste Eckpfeiler der niederösterreichischen Abfallstrategie. Sobotka: „Der Spruch ‚Sei gscheit vermeid’ hat oberste Maxime, denn zur Abfallvermeidung kann jeder Bürger seinen Beitrag leisten, und das Land Niederösterreich unterstützt die Bürger durch zahlreiche Aktionen.“

Die äußerst erfolgreiche NÖLI-Sammelaktion für Altspeiseöle konnte durch die über 500.000 NÖLI-Mehrwegkübel, die kostenlos an niederösterreichische Haushalte abgegeben wurden, das Sammelergebnis auf ca. 770 Tonnen steigern. Das so gesammelte Altspeisefett wird zu umweltfreundlichem Biodiesel weiterverarbeitet.

Ebenfalls gut angenommen wird die Niederösterreich weite E-Schrott-Sammlung: Im Jahr 2003 wurden über 3,9 Kilogramm pro Einwohner gesammelt. Mit dem NÖ Weihnachtssack, von dem 2003 über 20.000 Stück verkauft wurden, und dem wiederverwendbaren Mehrwegbecher „NÖ Becher“, der 2004 flächendeckend in Niederösterreich gemeinsam mit der Wirte-Innung eingeführt wurde, setzt Niederösterreich weitere Akzente.

Alle aktuellen Abfalldaten sowie weitere Informationen zur NÖ Abfallwirtschaft findet man unter www.noe.gv.at/umwelt/abfall.htm.


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