30.08.2004 | 12:23

Spatenstich für gemeinsames Technologiezentrum der Ostregion

LH Pröll: Nun wird umgesetzt, was im Vorfeld der EU-Erweiterung vorbereitet wurde

Auf den ehemaligen Pauker-Gründen im 21. Wiener Gemeindebezirk entsteht mit dem TECHbase Vienna eines der modernsten Technologie- und Gründerzentren der Vienna Region. Der Spatenstich für dieses Vorhaben erfolgte heute durch Vizekanzler Hubert Gorbach sowie die Landeshauptmänner von Niederösterreich, Wien und dem Burgenland, Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Hans Niessl.

Das TECHbase wird ein überregionales Zentrum für Verkehr, Logistik und erneuerbare Energien sein. Moderne Ausbildungsstätten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen internationaler Hightech-Firmen sowie kleinere innovative Betriebe werden hier unter einem gemeinsamen Dach arbeiten und voneinander profitieren. Die Gesamtinvestitionen für dieses Projekt belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro. Die Errichtung erfolgt im Rahmen einer bundesländerübergreifenden Public Privat Partnership. Projektpartner sind der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, die NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus, die Wirtschaftsservice Burgenland AG und als Hauptgesellschafter die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien.

Für Vizekanzler Gorbach entsteht hier ein Technologiezentrum, „wie wir es auf Grund der europäischen Entwicklung auch brauchen können“. Dazu könnten hier wichtige Synergien genutzt und zukunftsträchtige Kooperationen an diesem Standort eingegangen werden.

Landeshauptmann Pröll wiederum sieht in diesem Projekt die weitere Vertiefung der Gemeinsamkeiten der Ostregion, auch um im neuen Konkurrenzfeld bestehen zu können. Was im Vorfeld der EU-Erweiterung vorbereitet wurde, werde nun Schritt für Schritt umgesetzt. Zudem biete dieser zusätzliche technologische Pol neue Chancen in der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern. Schließlich seien Verkehr, Logistik und erneuerbare Energien jene Bereiche, die den Wettbewerbsvorteil einer Region ausmachen. Pröll ist zudem überzeugt, dass dieses Vorhaben wichtige Schrittmacherdienste leisten kann.

Für Bürgermeister Häupl ist dieses Projekt die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit der Ostregion. Diese Kooperation gebe es bereits seit vielen Jahren, sie habe auch wichtige Entwicklungen in der Ostregion ermöglicht. Zudem funktioniere hier auch die Zusammenarbeit mit dem Bund „friktionsfrei“. Auch die Partnerschaft mit Raiffeisen habe Vorbildcharakter.

Auch Landeshauptmann Niessl unterstrich die gute Partnerschaft der drei Bundesländer der Ostregion. Große Bedeutung habe im Burgenland der Einsatz erneuerbarer Energieträger. Bereits 50 Prozent des Strombedarfs im Burgenland werde aus erneuerbaren Energien (Windkraft und Biomasse) gedeckt.

In einer ersten Ausbaustufe wird das TECHbase Vienna über eine Gesamtmietfläche von 12.800 Quadratmetern verfügen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2005 geplant. Der größte Mieter, die Österreichische Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal GesmbH, wird sofort nach Fertigstellung ins TECHbase Vienna übersiedeln. Mit seinen rund 160 Beschäftigten trägt „arsenal research“ maßgeblich zur positiven Standortentwicklung bei. Zudem sind hochwertige Ausbildungsstätten wie die Etablierung von zwei Fachhochschullehrgängen aus den Bereichen Verkehr und Logistik vorgesehen. Schließlich wird sich auch der Automotive Cluster Vienna Region hier einmieten. Dieses Netzwerk für innovative Unternehmen aus den Bereichen Mobilität, Verkehrs- und neue Fahrzeugtechnologien wurde 2001 als eine Gemeinschaftsinitiative der Bundesländer Wien und Niederösterreich gegründet und kann derzeit auf rund 70 Partner verweisen.


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