25.08.2004 | 11:55

9. Sommerschule der VRE in Olmütz

Präsidentin der VRE, Liese Prokop, hielt die Eröffnungsrede

Mit deutlichen Worten zur Rolle der Regionen in Europa ließ Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, Präsidentin der VRE, in Olmütz (Tschechische Republik) aufhorchen, wo bis 27. August die 9. Sommerschule der Versammlung der Regionen Europas (VRE) abgehalten wird.

“Die Europäische Union wird langfristig nur dann gedeihen, wenn sie das Prinzip der Subsidiarität respektiert und die Menschen die Unionsebene nicht länger als eine fremde Institution empfinden“, betonte Prokop vor internationalen Vertretern aus 68 Regionen in 22 Staaten sowie aus Regionalpolitik, UN-Organisationen, der OSZE und des Europarates. „Die Regionen Europas als die Ebene der Bürgernähe sind mehr als nur Konten zum Empfang von EU-Förderungen“, unterstrich Prokop in ihrer Eröffnungsrede und wies auf den großen Erfolg der VRE bei der Mitgestaltung des Verfassungsvertrages der EU hin: Im Artikel III – 217, in dem bezüglich der öffentlichen Dienstleistungen in Kultur, Erziehung, Ausbildung, sozialen Agenden und Gesundheitsagenden nun doch das Einstimmigkeitsprinzip beibehalten wird, wenn im EU-Rat über Handelsliberalisierungen auf diesen Gebieten entschieden wird. Prokop erinnerte die Vertreter der neuen EU-Mitglieder auch an die erleichterte Vorbereitung und Finanzierung wichtiger Planungsvorhaben, denen das Thema der Sommerschule gewidmet ist: “Interregionales Projektmanagement und Lobbying”.

Die gleichzeitig stattfindende Jugend-Sommerschule der VRE bildet mit Hilfe projekterfahrener Referenten aus älteren EU-Regionen engagierte Jugendliche mit Interesse an gesellschaftlichen Fragen aus. Eine gemeinsame Präsentation des Nachwuchses in der Regionalpolitik mit den Teilnehmern der Sommerschule gibt Gelegenheit zu Problemlösungsaustausch und professioneller Präsentation, aber auch zur Entwicklung zukünftiger interregionaler Beziehungen und konkreter Projekte quer durch Europa.


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