20.08.2004 | 11:41

Ozonentwicklung im August überraschend:

„Ozonsaison“ wahrscheinlich vorbei

Der bisherige Sommer brachte eher wenig Ozonbelastung, die zweite Augusthälfte hat es jedoch in sich: Das Schönwetter ließ auf ein Ansteigen der Ozonkonzentrationen schließen, jedoch sorgte der Wind im Nordosten Österreichs und damit auch im Ozonüberwachungsgebiet 1, (Niederösterreich, Wien nördliches und mittleres Burgenland) für Werte unter dem Grenzwert der Informationsschwelle von 180 µg/m³ Ozon als Einstundenmittelwert. Am Mittwoch flaute der Wind ab, ab dem mittleren Nachmittag wurden im Umland von Wien und in Wien daher zum Teil deutliche Überschreitungen des Grenzwertes festgestellt. Spitzreiter war die Messstelle Purkersdorf mit einem Höchstwert von 209 µg/m³ Ozon, gefolgt von der Wiener Messstelle Hermannskogel mit 200 µg/m³ und der Messstelle Klosterneuburg mit 197 µg/m³. Die Wiener Messstelle Hohe Warte lag mit 184 µg/m³ Ozon nur knapp über dem Grenzwert der Informationsschwelle. Auch am Donnerstag wurden hohe Ozonwerte gemessen. Grundsätzlich bestand bei diesen Werten noch keine Gefahr für die Bevölkerung.

Mit der zu erwartenden Wetterverschlechterung zum Wochenende nimmt auch die Ozonkonzentration wieder ab. Am Freitagmorgen wurde die Informationsschwelle von den Ozondiensten wieder zurückgenommen. Je mehr sich der Sommer dem Herbst nähert und je geringer die Sonneneinstrahlung wird, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit von höheren Ozonkonzentrationen. Das heißt, dass heuer mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ozonsaison “gelaufen“ ist. Die Ozonwerte des Vorjahres wurden heuer nicht erreicht. Vom Grenzwert der Alarmschwelle mit 240 µg/m³ war man im heurigen Jahr sehr weit entfernt.


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