04.08.2004 | 12:42

Strukturwandel, Bodenbündnis und Almwirtschaft

LR Plank präsentiert Überblick über NÖ Landwirtschaft

In Wien präsentierte heute Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank seinen traditionellen August-Überblick über die NÖ Landwirtschaft. „Der Strukturwandel in der Landwirtschaft führt nicht nur zu einem massiven Freisetzen von Arbeitskräften, sondern verändert auch den ländlichen Raum: Der Flächenverbrauch für Bauland und Verkehrsflächen liegt in Niederösterreich bei insgesamt 1.700 Hektar pro Jahr oder sieben Fußballfeldern pro Tag“, betonte Plank Die fortschreitende Verwaldung insbesondere im Waldviertel und im südlichen Voralpengebiet sei ein Hemmnis für eine Nutzung als Siedlungs-, Wirtschafts- und Erholungsraum. Im Pielachtal etwa seien die Milchlieferanten von 96 im Jahr 1986 auf 38 im Jahr 2003 zurückgegangen. Daher werde es auch weiterhin Investitionen zur Unterstützung einer mindestnotwendigen Zahl von Betrieben in diesen Regionen geben.

Das Bodenbündnis, dem Niederösterreich seit 2003 angehöre, sei ein Instrument im Rahmen der Lokalen Agenda 21. Das Land Niederösterreich sei sich gemeinsam mit Partnern wie der Pilotgemeinde Gföhl und der Kleinregion Pielachtal der Verantwortung bewusst, den Boden vor Ort gesund zu halten und die Schutzfunktion für Wasser und Lebensraum aufrechtzuerhalten. Die Forcierung regionaler Lebensmittel mit Initiativen wie „So schmeckt Niederösterreich“ würde fortgeführt. Beim ELWOG (Elektrizitätswesenorganisationsgesetz) werde man sich im Hinblick auf die Wertschöpfung kein willkürliches „an der Schraube drehen“ gefallen lassen.

Zur Almwirtschaft merkte der Landesrat abschließend an, sie sei ein für Niederösterreich zentraler Punkt. 2.500 Betriebe mit insgesamt 12.000 Hektar aktiv genützten Flächen und 10.000 Tieren pro Jahr seien der beste Garant dafür, dass die Almen als wichtige Naherholungsräume erhalten bleiben. Heuer lägen die Förderungen des Landes dafür bei rund 600.000 Euro. Am 15. August könnten sich die Niederösterreicher beim 55. NÖ Almwandertag in Zeisel-Hinteralm wieder von den Vorzügen dieser Kulturlandschaft überzeugen.


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