29.07.2004 | 14:12

Nutztiere aus Niederösterreich sind generell in einem guten Zustand

Probleme bereiteten 2003 Trockenheit und Futtermangel

Laut dem kürzlich fertig gestellten „Veterinär-Jahresbericht 2003“ werden landwirtschaftliche Nutztiere in Niederösterreich großteils unter einwandfreien hygienischen Bedingungen gehalten; um die Gesundheit der Tiere ist es generell gut bestellt. So wurden unter den im vergangenen Jahr auf verschiedene Krankheiten wie z.B. Rinderleukose, Tuberkulose etc. untersuchten Rindern und Ziegen keine infizierten Tiere ermittelt. Gegen elf andere Tierseuchen mussten im vergangenen Jahr Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden. Dabei handelte es sich unter anderem um den „Rauschbrand“, an dem in Niederösterreich letztes Jahr 52 Rinder verendet sind, um die „Amerikanische Faulbrut“, auf Grund deren Auftretens sieben Bienenvölker getötet werden mussten, oder auch um die „Newcastle-Desease“, der 60 Brieftauben zum Opfer fielen.

Schutzimpfungen wurden im vergangenen Jahr gegen insgesamt zehn verschiedene Krankheiten vorgenommen. Die meisten Impfungen mussten Hühner über sich ergehen lassen, gegen die „Wutkrankheit“ wurden vor allem Einhufer, Hunde und Katzen geimpft.

Außerdem gibt es eine generelle Umstellung auf Laufstallhaltungen bei Rinderhaltungsbetrieben, eine Zunahme der Weidehaltung und der Offenstallbauweise sowie eine Modernisierung von Melkanlagen zu bemerken. Bei der Schweine- und Geflügelhaltung, die in Niederösterreich großteils intensiv bewirtschaftet wird, wurde im Berichtszeitraum ebenfalls eine Trendwende zur Verbesserung der Systeme beobachtet. Ein besonderes Problem war die 2003 herrschende große Trockenheit und der damit verbundene Futtermangel. Die Folgen werden teilweise erst im Zuge des laufenden Jahres erkennbar sein.

Im Zusammenhang mit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung wurden 2003 zahlreiche landwirtschaftliche niederösterreichische Betriebe auf Arzneimittelrückstände in Lebensmitteln überprüft; 1.689 Betriebe wurden gemäß der Rückstandskontrollverordnung untersucht. Gemäß des Rückstandsuntersuchungs-Durchführungserlasses wurden 1.747 „Schlacht“- und 355 „Lebendproben“ durchgeführt. Dazu wurden im Rahmen der Wildfleischuntersuchung gemäß der Wildfleischverordnung 57.342 Wildtiere wie etwa Rotwild, Damwild oder Schwarzwild untersucht, 951 dieser Untersuchungen wurden beanstandet. BSE-Untersuchungen gab es 2003 bei 40.009 Rindern.

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