21.07.2004 | 10:42

Bisher rund 37.000 Besucher beim Weinviertel-Festival 2004

Prokop: Identifikationsfaktor für die Region

Nach den ersten dreieinhalb Monaten zieht das Organisationsteam des Weinviertel-Festivals 2004 eine erste erfolgreiche Zwischenbilanz: Mit durchschnittlich 231 Besuchern pro Veranstaltung kamen seit dem Festival-Start am 1. April etwa 37.000 Kulturinteressierte zu den 159 Kulturevents, an denen 2.332 Akteure mitwirkten. Die Gäste stammen vor allem aus dem Weinviertel und aus dem Raum Wien. Zahlreiche Projekte, die in Zusammenarbeit mit Tschechien und der Slowakei umgesetzt wurden, sorgten für einen Besucher-Anteil von rund 7 Prozent aus Südmähren und der Westslowakei.

„Ich freue mich, dass es dem Weinviertel-Festival 2004, dem 4. Viertel-Festival Niederösterreichs, seit seinem Start gelungen ist, sich so erfolgreich zu positionieren, dass es sowohl durch die regionale Bevölkerung als auch von Kunstschaffenden und Kulturveranstaltern aktiv mitgetragen wird“, betont die Festival-Schirmherrin und Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. „Das Festival ist zu einem Identifikationsfaktor für die Region geworden, sorgt für Selbstbewusstsein und setzt auch kulturelle Impulse für die Zukunft.“

Insbesondere 29 (von insgesamt 30) Schulprojekte, welche im Rahmen des Festivals bis einschließlich 11. Juli an Weinviertler Schulen umgesetzt wurden, sorgten mit 12.600 Gästen bei 47 Veranstaltungen für einen beachtlichen Publikumsansturm. Absolute Spitzenwerte erreichte das Musical „In 80 Tagen um die Welt“ des Musikschulverbands Staatz mit insgesamt 6.720 Besuchern bei 14 Vorstellungen.

Die Projekt-Veranstalter sind begeistert und planen zum Teil schon jetzt eine Fortsetzung ihrer Projekte im nächsten Jahr. Ähnlich gut ist die Stimmung unter den 49 Weinviertler Wirten, die ihren Gästen vom 1. April bis 31. Oktober ein spezielles anlässlich des Weinviertel-Festivals 2004 kreiertes Menü anbieten. Einige Gastronomen haben vor, diese 3- bis 4-Gangmenüs zu „Weinviertler Regionsmenüs“ weiter zu entwickeln.

Auf dem Programm der nächsten Wochen und Monate stehen noch 32 spannende Projekte bzw. 111 Kunst- und Kultur-Veranstaltungen. Dazu einige Beispiele: Ein Abend im Zeichen der universalen Sprache des Jazz erwartet Jazz-Fans am 24. Juli beim Open-Air-Konzert „weinviertelOHNEgrenzen“ mit dem slowakischen Matus Jakabcic Quartet, dem ungarischen Aladar Pege Quartet, dem Matthias Bätzel Trio aus Deutschland sowie mit Dozenten und Teilnehmern des Jazz-Workshops Poysdorf Jazz & Wine Summer.

Beim internationalen Klassikfestival Kultur im Schloss Kirchstetten wird das Barockschloss noch bis 12. September zum Zentrum der klassischen Musik im Weinviertel. Die musikalische Bandbreite reicht von klassischen Konzerten, Musical- und Operetten-Abenden über die szenische Opernaufführung von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ bis zu Josef Haydns Meisterwerk „Die Schöpfung“.

„Der Kreis des Lebens“, ein archaisches Wanderspektakel mit Musik, Feuer und Tanz für die ganze Familie, lädt am 7. August zu einer Zeitreise von der Gegenwart bis in die Entstehungszeit der Kreisgrabenanlagen ein. Diese Monumentalbauten, rund 1.500 Jahre älter als Stonehenge, sind uralte Zeugnisse einer frühen Hochkultur im Weinviertel.

Am 21. August steht im stimmungsvollen Ambiente der Poysdorfer Kellergasse unter dem Titel „Eigschenkt im Vierteltakt“ ein Konzert mit Roland Neuwirth, seinen Extremschrammeln, ambitionierten Gstanzldichtern und lokalen Volksmusikanten auf dem Programm. Im Vorfeld der Konzerte fand ein Gstanzl-Workshop mit Roland Neuwirth zum Thema Wein statt. Die besten Gstanzln werden im Rahmen des Konzerts präsentiert.

Eine berührend-herzzerreißende Ehrung für das bislang Ungerühmte nehmen der „Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen“ und die Gemeinde Herrnbaumgarten am 21. und 22. August im Rahmen des Family-Events „Denkumenta Triviale“ vor. Gefeiert werden an diesem Wochenende die bislang Übersehenen und Unbeachteten. Das „Mauerblümchen“ zum Beispiel oder die vom Verschwinden bedrohte „Landpomeranze“.

Ein Bühnen-Highlight ist die Uraufführung des ersten Family-Musicals „Lilly und der Zeitgeist“ von Juci Janoska, Sängerin, Komponistin, Autorin und Shootingstar der österreichischen Jazz-, Rap- und Bluesszene, am 4. September. Auf dem Programm stehen insgesamt sieben aufregend-coole Vorstellungen für Jung und Alt, die von den Problemen eines Mädchens mit ihren trendigen Eltern handeln.

Am 11. September wird die Fotoausstellung „Roma in der Slowakei“ eröffnet. Zu sehen sind Magdalena Freys digitale Bildmontagen und Tibor Huszárs Fotografien, die ein eindrucksvolles Porträt dieser gesellschaftlichen Randgruppe zeichnen, die am Fuß der Hohen Karpaten in der Slowakei lebt.

Ein barocker Abend mit Blechbläsern aus der Slowakei und aus Österreich erwartet Musikfreunde am 19. September beim Bläserfest auf Schloss Hof. Die musikalische Bandbreite reicht von Händels „Feuerwerk“ und „Wassermusik“ bis zu modernen Arrangements des legendären Philip Jones Ensembles.

Weitere Informationen: www.weinviertelfestival.at


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