06.07.2004 | 14:14

Kreisverkehr in Melk fertig

Mehr Verkehrssicherheit durch geringeres Tempo

Mehr Verkehrssicherheit, Temporeduzierung und damit eine Verbesserung des Verkehrsflusses: So lautete die Devise für die Umgestaltung der Kreuzung Landesstraße B 1/B 3a/Zufahrt Stiftsparkplatz in Melk.

Kürzlich wurde dieser neuralgische Verkehrsknoten durch eine typisch niederösterreichische Kreuzungslösung, einen Kreisverkehr, entschärft. An dieser Kreuzung kam es in der Vergangenheit zu mehreren Verkehrsunfällen mit Personenschaden sowie gefährlichen Verkehrssituationen.

Wie die Praxis zeigt, ermöglicht eine Fahrbahnbreite von 8 Metern und ein Außendurchmesser von 40 Metern einen tempogebremsten, aber trotzdem zügigen und sicheren Verkehrsablauf.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurden in den Ein- und Ausfahrtsästen Fahrbahnteiler errichtet. Eine gute Beleuchtung gewährleistet die Übersicht im Verkehrsgeschehen auch in den Abend- und Nachtstunden und bei schlechter Sicht.

Die Kreisverkehrsanlage wurde in einer Bauzeit von drei Monaten errichtet. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 250.000 Euro, wobei 90 Prozent auf das Land Niederösterreich und 10 Prozent auf die Stadtgemeinde Melk entfallen.

In Niederösterreich wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 200 Kreisverkehre gebaut. Besonders bewährt hat sich die Kreisfahrbahn bei Freilandkreuzungen, wo es infolge hoher Geschwindigkeiten immer wieder zu schweren Unfällen kam. Alleine durch die geringere Einfahrgeschwindigkeit und die übersichtliche Verkehrsführung bietet der Kreisverkehr schon mehr Sicherheit gegenüber der herkömmlichen Kreuzung. Auch die Anzahl der Konfliktpunkte wird reduziert, der Lenker muss nur nach links schauen. Und sollte es wirklich einmal zu einem Unfall kommen, dann bleibt es, bedingt durch die geringe Fahrgeschwindigkeit, in fast allen Fällen bei geringen Sachschäden.

Untersuchungen zeigen, dass durch die Errichtung eines Kreisverkehrs das Unfallgeschehen bis zu 80 Prozent verringert wird und schwere Unfälle fast gänzlich vermieden werden.

Weiters wurde im Zuge der Bauarbeiten des Kreisverkehrs parallel zur B 1 eine Radwegspange vom Kreisverkehr bis zum bestehenden Radweg errichtet, wodurch eine wesentliche Erhöhung der Verkehrssicherheit vor allem für die Radfahrer erreicht wurde.


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