05.07.2004 | 13:25

Trotz Müllverbrennung erfolgreiche Mülltrennung in NÖ

Sobotka: „Niederösterreich ist Musterschüler beim Trennen“

Trotz der seit Anfang Jänner dieses Jahres gestarteten Müllverbrennung ist Niederösterreichs Bevölkerung beim Mülltrennen Musterschüler. 58 Prozent des gesamten Müllaufkommens werden in Niederösterreich getrennt gesammelt. Das ist österreichweiter Rekord.

„Mit dem Slogan ‚Sei g’scheit – vermeid’ sollen die Niederösterreicher motiviert werden, schon beim Einkauf auf abfallarme, langlebige und reparaturfähige Produkte zurückzugreifen. Das Land Niederösterreich und die NÖ Abfallverbände helfen bei der Abfallvermeidung mit Informationsmaterialien und dem Abfalltelefon unter 02742/9005-15214“, so Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Seit 1. Jänner 2004 dürfen keine Abfälle mehr unbehandelt deponiert werden. Der niederösterreichische Rest- und Sperrmüll wird nunmehr seit 6 Monaten erfolgreich in der Verwertungsanlage in Zwentendorf verbrannt und für die Energiegewinnung im benachbarten Kraftwerk Dürnrohr genutzt. Das Abfallaufkommen betrug 2003 in Niederösterreich 631.000 Tonnen oder 418 Kilogramm pro Einwohner, 366.000 Tonnen wurden davon getrennt, die Trennquote lag bei 58 Prozent.

Für die niederösterreichische Bevölkerung habe sich wenig geändert, so Sobotka lediglich der Inhalt des „Gelben Sacks“. So dürfen nur mehr Plastikflaschen und Metalldosen in den „Gelben Sack“ geworfen werden. Der restliche Kunststoff wird dem Restmüll zugeführt.

Oberstes Ziel in Niederösterreich ist die Abfallvermeidung. Diese beginnt bei der Produktionsweise, beim Produkt und schlussendlich beim Kauf. Der Spruch „Sei g’scheit vermeid“ habe oberste Maxime, zur Abfallvermeidung könne jeder Bürger seinen Beitrag leisten, so Sobotka. “Das Land Niederösterreich unterstützt seine Bürger durch zahlreiche Aktionen.“

Etwa durch die äußerst erfolgreiche NÖLI-Sammelaktion für Altspeiseöle. Bereits im ersten Jahr konnte durch die 500.000 NÖLI-Mehrwegkübel, die kostenlos an niederösterreichische Haushalte abgegeben werden, das Sammelergebnis auf ca. 770 Tonnen gesteigert werden. Das so gesammelte Altspeisefett wird zu umweltfreundlichem Biodiesel weiterverarbeitet.

Ebenfalls gut angenommen wird die niederösterreichweite E-Schrott-Sammlung. „Im Jahr 2002 wurden bereits 3,9 Kilogramm pro Einwohner gesammelt und damit beinahe schon die von der EU ab 2006 geforderten 4 Kilogramm pro Einwohner erreicht“, so Sobotka.

Mit dem „NÖ Weihnachtssack“, von dem 2003 über 50.000 Stück verkauft wurden und dem wieder verwendbaren Mehrwegbecher „NÖ Becher“, der 2004 flächendeckend in Niederösterreich gemeinsam mit der Wirte-Innung eingeführt wird, setzt Niederösterreich weitere Akzente.

Alle aktuellen Abfalldaten sowie weitere Informationen zur NÖ Abfallwirtschaft findet man unter www.noe.gv.at/umwelt/abfall.htm.


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