28.06.2004 | 14:34

Landes-Gesundheitsprogramm für Niederösterreich präsentiert

Schabl: Bei medizinischer Versorgung steht Qualität im Vordergrund

Die Gesundheitspolitik sei eines der zentralen Themen der gesellschaftspolitischen Diskussion, sagte heute Landesrat Emil Schabl bei der Präsentation des Landes-Gesundheitsprogramms für Niederösterreich im Landhaus in St. Pölten. Niederösterreich sei gemeinsam mit Oberösterreich Spitzenreiter in der Gesundheitspolitik in Österreich. Nicht die Frage, was können wir uns leisten, sondern was wollen wir uns leisten sei entscheidend, so Schabl. Bei der medizinischen Versorgung stehe die Qualität im Vordergrund. Zudem dürfe man die Gesundheitspolitik nicht losgelöst von sozialen Fragen sehen.

Aufbauend auf eine Analyse wurden für Niederösterreich folgende gesundheitspolitische Ziele formuliert: Bis 2010 soll die Mortalität/Morbidität bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen unter 65 Jahren um 10 Prozent gesenkt werden, bis 2020 sogar um 20 Prozent. Auch die Mortalitätsrate bei Krebserkrankungen soll bis 2010 um 10 Prozent gesenkt werden. In jeder Gesundheitsregion in Niederösterreich soll bis 2005 eine eigenständige Versorgung von mentalen/psychischen Störungen verwirklicht sein sowie bis 2010 eine möglichst lückenlose Identifizierung von Risikopersonen von Diabetes-Typ II erreicht werden. Weiters sollen bis 2010 Erkrankungen des Bewegungsapparats bei den unter 65-Jährigen um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Auch der Anteil des Pro-Kopf- Konsums bei Alkohol soll bis 2010 um 20 Prozent gesenkt werden; der Anteil der Nichtraucher unter 15 Jahren sollte nahezu 100 Prozent betragen. 50 Prozent der niederösterreichischen Betriebe will man bis 2010 in das österreichische Netzwerk „Betriebliche Gesundheitsförderung“ integrieren. Die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung soll bis 2010 über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auch eine flächendeckende geriatrische Versorgung soll bis 2010 aufgebaut sein und die Zufriedenheit der Niederösterreicher mit dem eigenen Gesundheitszustand um 25 Prozent gesteigert werden.

Die Ergebnisse der zehn Arbeitskreise liegen nun vor wurden heute besprochen. Bei der Akutversorgung nach einem Herzinfarkt und der akuten Koronarsyndrome sei eine Struktur im Aufbau, die ab 2005 zu „einer annähernd optimalen und für Österreich richtungweisenden Versorgung dieser Patienten führen könnte“. Besonders wichtig, sei es auch, die Bevölkerung intensiv über die Risikofaktoren bei Herzinfarkt und Schlaganfall aufzuklären. Deshalb wurde mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds vereinbart, für 2005 Budgetmittel für eine breite Informationskampagne anzufordern.


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