18.06.2004 | 11:14

Zwei neue Badeparadiese und ein Kleinwasserkraftwerk an der Ybbs

Plank: Kleinregionale Projekte, die Landschaft attraktiver machen

Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und EVN-Vorstandsdirektor Peter Layr eröffnen am Sonntag, 20. Juni, in Allhartsberg und Kematen zwei neue Natur-Badeparadiese an der Ybbs und nehmen das neue Kleinwasserkraftwerk Dorfmühle offiziell in Betrieb. Die beiden Bade-Projekte wurden vom Land Niederösterreich mit Mitteln des Landschaftsfonds in der Höhe von 182.000 Euro unterstützt. Die Gesamtkosten für die Naturbadeanlagen belaufen sich auf 460.000 Euro.

Die Naturbadeanlage Allhartsberg befindet sich rund 500 Meter flussaufwärts am linken Ybbs-Ufer. Im Zentrum des Altarms entstand ein Erlebnisbereich für Kinder und Jugendliche. Für Kleinkinder steht ein etwa 80 Zentimeter tiefes Naturbecken mit einem sehr flachen Ufer zur Verfügung, das durch Granitblöcke vom tieferen Bereich abgegrenzt ist. Dieses ist mit Feinkies gestaltet, der auch zum Spielen ideal ist. In der Mitte des Beckens befindet sich ein Sprungstein, der auch als Springbrunnen verwendet wird und zum Planschen einlädt. Außerdem wird dadurch Frischwasser zugeführt. Weitere Attraktionen sind ein Springfelsen und ein Kletterbaum. Auf der Liegewiese sind Grillplätze sowie Sitzgruppen und Bänke angeordnet. Um die Anlage auch als ganzjähriges Ausflugsziel interessant zu gestalten, wurden mehrere Aussichtsplattformen errichtet, auf denen Infotafeln den Lebensraum Wasser und Au darstellen. Die Ybbsfloßfähre verbindet den Badeplatz in Allhartsberg mit jenem in Kematen.

Auf Grund der fehlenden Badeinfrastruktur hat sich die Gemeinde Kematen entschlossen, einen Naturbadeplatz zu errichten. Auf einem 150 Meter langen Uferabschnitt wurde diese Anlage mit zahlreichen Zugängen geschaffen. Für Kleinkinder ist ein 90 Zentimeter tiefes Naturerlebnisbecken mit Felseninsel vorgesehen. Diese Badebucht ist mit der offenen Wasserfläche der Ybbs verbunden, dadurch kommt es zu ausreichendem Frischwasseraustausch. Die Ufer wurden möglichst flach mit Flusssediment gestaltet. Weiters wurden ein Planschtümpel, Kletterbäume und Grillplätze angelegt. „Mit diesen kleinregionalen Projekten wird die Flusslandschaft nicht nur erhalten, sondern noch attraktiver gestaltet. Der Landschaftsfonds ermöglicht die Umsetzung solcher Projekte“, erläutert Plank.

Beim Neubau des Kraftwerks Dorfmühle wurden neben einem neu geschaffenen Altarmsystem mit verschiedenen Ökozonen auch eine Fischaufstiegshilfe und eine Geschiebedurchgängigkeit geschaffen. Das Kraftwerk erzeugt Naturstrom für über 3.800 Haushalte in der Region.


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