18.06.2004 | 10:17

Gremium der Arbeitsgemeinschaft Donauländer in St. Pölten

Auswirkungen der EU-Erweiterung im Mittelpunkt

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hat heuer den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft Donauländer inne. Zur Vorbereitung der für Herbst geplanten Konferenz der Regierungschefs tagt das Koordinationsgremium der Arbeitsgemeinschaft heute und morgen in St. Pölten. Unter ihrem ständigen Vorsitzenden, Landesamtsdirektor Dr. Werner Seif, wird sich die Arbeitsgruppe der Leitenden Beamten mit den Auswirkungen der Erweiterung der Europäischen Union auf die zukünftige Arbeit beschäftigen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf INTERREG III B Projekte wie beispielsweise das Projekt „Donauhanse“ (verstärkte Kooperation der kleineren Donauhäfen und Donaustädte) gelegt, da es nun wesentlich einfacher wird, derartige Projekte aus EU-Mitteln mitfinanzieren zu lassen.

Zudem wird die endgültige Einrichtung der von den Arbeitskreisen Wirtschaft und Tourismus sowie Verkehr und Schifffahrt vor wenigen Wochen in St. Pölten initiierten Projektgruppe „Donauradweg“ finalisiert. Dabei geht es darum, den Ausbau des Radwegs unterhalb von Budapest mit entsprechendem Know-how zu unterstützen. Ziel ist die Erstellung einer digitalen Radkarte. Eine digitale Grundkarte des Donauraums gibt es bereits.

In diesem Zusammenhang wird auch eine Kooperation mit der Internationalen Touristischen Werbegemeinschaft „Die Donau“ eingegangen, um Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu erreichen.

Niederösterreich hat im Auftrag von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll einige Akzente in der Jugendarbeit gesetzt. So wurde ein Schülerplakatwettbewerb durchgeführt und zu einer Konferenz der „ARGE Donauländer Jugendbotschafter“ eingeladen. Auch eine Internetkontaktbörse für Jugendinitiativen wird vorbereitet.

Von Niederösterreich geleitet wird der Arbeitskreis Kultur und Wissenschaft, der über die Weiterentwicklung der digitalen Kulturkarte berichten wird. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der internationalen Donaurektorenkonferenz steht ebenso zur Debatte wie ein Bericht über die ARGE Donauländer Stipendien.

Der Arbeitskreis Verkehr und Schifffahrt legt eine Resolution vor, um auf die Bedeutung der Schifffahrtswege hinzuweisen, und fordert die weitgehende Verlagerung des Güterverkehrs auf die Donau. „Wir haben ein dichtes Arbeitsprogramm“, sagte Landesamtsdirektor Dr. Werner Seif, „und werden wieder einige Projekte für und im Interesse unserer Mitglieder abhandeln.“ Besonders der Donauraum werde in den nächsten Jahren an Bedeutung in Europa noch dazu gewinnen. Niederösterreich habe das rechtzeitig erkannt und ist ein bekannter und verlässlicher Ansprechpartner.

Die Arbeitsgemeinschaft Donauländer wurde 1990 in Niederösterreich gegründet. Ihr gehören über 30 Regionen entlang der Donau, vom Ursprung in Baden-Württemberg bis zur Mündung in der ukrainischen Region Odessa, an.

Nähere Informationen: www.argedonau.at.


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