18.06.2004 | 10:03

Niederösterreichs Abfall fährt Bahn

90 Prozent des NÖ Restmülls auf Schiene nach Dürnrohr

Am Sonntag, 20. Juni, beteiligen sich die ÖBB ab 15 Uhr in der thermischen Abfallverwertungsanlage der AVN in Zwentendorf-Dürnrohr an einem „Tag der offenen Tür“. Für Eisenbahnfans besteht die Möglichkeit einer Fahrt mit einer Hector-Lok.

Seit 1. Jänner 2004 befördert der ÖBB-Güterverkehr rund 90 Prozent des niederösterreichischen Restmülls zur neu errichteten Abfallverwertungsanlage der AVN nach Dürnrohr (Bezirk Tulln). Seit 1. März 2004 sind die ÖBB der erste klima:aktiv-Partner des Lebensministeriums. Diese beiden Dinge hängen zusammen: Mit den Transporten des Mülls auf der Schiene kann Niederösterreich pro Jahr rund 3.500 Tonnen C02-Ausstoß erspart werden.

Die AVN-Abfallverwertungsanlage ist im Bahnhof Moosbierbaum-Heiligeneich über die Anschlussbahn der Donau Chemie mit eigener Gleisanlage an das ÖBB-Schienennetz angebunden. Rund 290.000 Tonnen Abfall werden 2004 aus ganz Niederösterreich per Bahn in die Abfallverwertung transportiert. Die in der Abfallverwertungsanlage anfallende Schlacke, das sind jährlich rund 60.000 Tonnen, wird ebenfalls auf der Schiene auf Deponien im In- und Ausland befördert. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2004 konnten mit dem Transport von rund 12.300 Containern auf 4.100 Wagen aus ganz Niederösterreich der Umwelt rund 6.100 Lkw-Fahrten erspart werden. 2004 werden durch Verlagerung von der Straße auf die Schiene weit über 14.000 Lkw-Fahrten in Niederösterreich vermieden, wodurch Verkehr und Umwelt bedeutend entlastet werden. Zusätzlich wird das Kraftwerk Dürnrohr wegen des steigenden Kohlebedarfs durch erhöhten Stromverbrauch weitere 170.000 Tonnen Kohle auf der Schiene beziehen.

Weitere Informationen: ÖBB, Rail Cargo Austria, 1020 Wien, Nordbahnstraße 50, Telefon 01/930 00-34860, e-mail ursula.hinterleitner@gv.oebb.at; ÖBB-Kommunikation NÖ, 3100 St. Pölten, Bahnhofsplatz 1, Telefon 02742/930 00-3527, e-mail johann.rankl@kom.oebb.at.


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