28.05.2004 | 10:13

Wichtige Vogelschutzanliegen in Niederösterreich gefördert

Schabl: Lebensraum für seltene Vogelarten wird erhalten

Zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege der Naturlandschaften werden auch heuer wieder durch den NÖ Landschaftsfonds gefördert. „Im Naturschutz ist es keineswegs so, dass man die Natur am besten schützt, wenn man nicht eingreift“, sagte heute Naturschutz-Landesrat Emil Schabl. „Mensch und Natur sind heute unmittelbare Nachbarn. Daher haben wir auch die Verpflichtung, unseren ‚Nachbarn’ die entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen.“

Für die Lebensraumpflege und Betreuung des Vogelschutzgebiets Hohenau-Ringelsdorf wird daher bis 2007 ein Landesbeitrag von 56.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Vogelschutzgebiet ist als Brut-, Rast- und Durchzugsgebiet für über 230 Vogelarten von internationaler Bedeutung. Das nun geförderte Projekt soll das Feuchtgebiet durch ein auf die Bedürfnisse der gefährdeten Wat- und Wasservögel angepasstes Biotopmanagement sichern. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftern aus der Slowakei und Tschechien werden die Pflegemaßnahmen laufend überarbeitet. Wertvolle Daten werden dabei von der Beringungsstation geliefert.

Ein weiteres der 15 vom Fonds geförderten Projekte beschäftigt sich mit der Habitatsverbesserung für das Birkhuhn im Raum Ottenstein. Für die Jahre 2004 bis 2008 wurde vom Land eine Summe von 71.750 Euro bewilligt. „Ziel des Projekts ist die Schaffung und Verbesserung von Brut- und Lebensraumhabitaten für das Birkwild im Bereich des Forstamts Ottenstein“, betonte Schabl. „Gerade die Schaffung von Lebensräumen und geeigneten Brutplätzen für gefährdete und seltene Vogelarten ist ein wichtiger Schritt, sind es doch wir Menschen, die durch die jahrelangen Eingriffe in die Lebenswelt der Tiere ihren Lebensraum immer weiter eingeschränkt haben. Wir sind in Niederösterreich in der glücklichen Lage, noch zahlreiche seltene Vogelarten zu beheimaten. Es ist mir daher besonders daran gelegen, dass wir diesen Tieren auch weiter den Lebensraum einräumen, den sie benötigen“, so Schabl.


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