19.05.2004 | 13:19

Kranzl zu Besetzung von Lehrerposten

Voraussichtlich 445 Planposten weniger im Schuljahr 2004/2005

Landesrätin Christa Kranzl ortet einen „Notstand“ für das kommende Schuljahr. Im Jahr 2004/2005 würden nach derzeitigen Prognosen 128.666 Schüler die niederösterreichischen Pflichtschulen besuchen, das seien um 3.531 Schüler oder um 2,6 Prozent weniger als 2003/2004, sagte Kranzl. Die Zahl der Klassen sinke um 143 oder 2,2 Prozent auf 6.424 bei nach wie vor 1.035 Schulstandorten. Die sinkenden Geburtenzahlen würden bewirken, dass die vom Bund bereitgestellten Stellen für Lehrer weniger werden. Der Bund beachte zudem auch Beschlüsse des NÖ Landtages und der Konferenz der Landeshauptmänner bzw. der Landesfinanzreferenten nicht, die allesamt besagen, von einer Kopfquote zur Besetzung mit Lehrern abzusehen oder zur Aufrechterhaltung der ländlichen Struktur bzw. bei vielen Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache entsprechende Zuschläge zu gewähren.

Nicht nur die sinkenden Geburtenzahlen hätten allein Schuld an der problematischen Situation, sondern auch die Kombination aus sinkenden Geburtenzahlen und unterschiedlichen Kopfquoten für die Besetzung mit Lehrern. „Diese Kopfquoten sind jedes Jahr hinaufgesetzt worden“, meinte Kranzl. „Die Quoten werden im kommenden Schuljahr noch einmal hinaufgesetzt.“ Das bedeute, dass der Bund voraussichtlich dem Land Niederösterreich 445 Planstellen weniger zur Verfügung stelle. Von diesen 445 fehlenden Dienstposten seien 307 durch sinkende Geburtenzahlen und 138 durch die Kopfquote begründet.


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