18.05.2004 | 11:41

58.600 Euro für Frauen-Beschäftigungsprojekt im Waldviertel

Prokop: Grundfertigkeiten bieten Einstiegshilfe

In den letzten Jahren sind durch den Rückgang der Industrieproduktion im nördlichen Waldviertel viele Arbeitsplätze verloren gegangen, vor allem für Frauen. In erster Linie waren davon Arbeitsplätze in der Textil- und Elektrobranche betroffen. Um langzeitarbeitslose Frauen wieder ins Berufsleben zu integrieren, wurde bereits 1999 ein Beschäftigungsprojekt initiiert, das durch spezielle Umschulung den Frauen wieder eine Perspektive für den Berufseinstieg bietet. Das Land Niederösterreich hat nun für das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt des Vereins Grenzland-Naturprodukte-Kreis Brand (Bezirk Gmünd) einen Förderbetrag von 58.600 Euro für 2004 beschlossen. „Mit diesem Beschäftigungsprojekt soll Frauen gezielt wieder eine Qualifizierung und Einstiegshilfe in den Job geboten werden“, erklärte dazu heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop.

Die Frauen in dieser Region hätten es doppelt schwer, zumal sich zu der angespannten regionalen Arbeitsmarktsituation noch weitere erschwerende Umstände ergeben, wie das mangelhafte Ausbildungsniveau, das fehlende Ausbildungsangebot und auch die eingeschränkte Mobilität. Vielen Frauen sei auf Grund von Betreuungspflichten für Kinder oft nur Teilzeitbeschäftigung zumutbar. Prokop: „Daher ist es besonders wichtig, dass wir den Frauen die Möglichkeiten zum Erwerb von Grundfertigkeiten geben, die den Berufseinstieg erheblich erleichtern.“

Der Verein hat sich einerseits die Reintegration von Frauen in den Arbeitsprozess zum Ziel gesetzt, andererseits soll der Aufbau bislang fehlender Veredelungseinrichtungen für bäuerliche Produkte vorangetrieben werden. Das spezielle arbeitsmarktpolitische Ziel dieses Projekts ist die fachliche Qualifizierung in den Bereichen der Bäckerei, mit eingeschlossen auch Verkauf und Betrieb. Insgesamt betreut die Projektleiterin mit 4 Schlüsselkräften bis zu 13 Transitarbeitskräfte. Das Finanzierungskonzept sieht Ausgaben von insgesamt 523.173 Euro vor, wobei das Arbeitsmarktservice die Lohn- und Lohnnebenkosten übernimmt. Neben dem Land Niederösterreich beteiligt sich auch das Bundessozialamt an den Kosten.


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