10.05.2004 | 11:57

Niederösterreich richtete Monitoring für Borkenkäfer ein

„Pheromone“ als Lockstoffe in Wäldern

Der heiße und trockene Sommer des Vorjahrs begünstigt heuer eine massive Borkenkäfervermehrung. Der niederösterreichische Forstaufsichtsdienst richtete daher ein sogenanntes „Borkenkäfer-Monitoring“ ein. Dieses System ist ein wichtiges Instrument für die Kontrolle und Überwachung der Borkenkäferentwicklung. Damit wird es möglich, die Waldbesitzer und Forstinspektoren über den Beginn der Hauptflugzeit der Käfer zu informieren. „So können die befallenen oder gefährdeten Stämme rechtzeitig beseitigt werden“, erläutert Landesrat Dipl.Ing Josef Plank. Dem Land Niederösterreich seien gesunde Wälder ein großes Anliegen. Dieses Monitoring sei ein geeignetes Instrument, „um die Borkenkäfer in den Griff zu bekommen“.

Besonders anfällig für Borkenkäfer ist die Fichte. Vor einigen Wochen wurden in neun Bezirken, und zwar dort, wo die Fichte die dominierende Baumart ist, und in drei Bezirken, wo die Kiefer bedroht ist, „Pheromonsäckchen“ als Lockstoffe angebracht. Einmal wöchentlich werden diese Fallen kontrolliert und die gefangenen Käfer gezählt. Das Bundesamt und Forschungszentrum für Wald dokumentiert die aktuelle Entwicklung. Untersucht werden die gefährlichen Borkenkäferarten bei Fichte, die vor allem vom „Buchdrucker“ und dem „Kupferstecher“ befallen wird, und bei der Kiefer, die vom „Großen Kiefernborkenkäfer“ und dem „Sechszähnigen Kiefernborkenkäfer“ geschädigt wird.

Laut den aktuellen Zählungen ist die erste Käfergeneration vor allem in den tiefer gelegenen Regionen bereits sehr aktiv. Auch in Höhenlagen bis 1.400 Meter wurde bereits ein Käferbefall registriert.

Nähere Informationen: Dipl.Ing Reinhard Hagen, Telefon 02742/9005-12959.


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