06.05.2004 | 12:42

NÖ Wasserpreis 2003 vergeben

Plank und Zwazl zeichneten drei Firmen aus

Das Land Niederösterreich vergibt jedes Jahr den NÖ Wasserpreis für besondere Leistungen im Umgang mit der Ressource Wasser. Heuer wurde dieser Preis gemeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ, evn wasser und den NÖ Nachrichten vergeben. Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und die Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, KR Sonja Zwazl, zeichneten heute im Landhaus in St. Pölten drei Firmen für ihren besonders sparsamen und innovativen Umgang mit Wasser aus.

Der NÖ Wasserpreis 2003 für Wirtschaft und Gewässerschutz wurde an die Firma Georg Fischer Automobilguss AG aus Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) vergeben. Die Firma betreibt eine Leichtmetallgießerei als Zulieferbetrieb für die Autoindustrie und hat eine umfangreiche Notfallorganisation aufgebaut, um Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen zu vermeiden und bei Gebrechen rasch reagieren zu können. So wurde ein Fahrzeug der Betriebsfeuerwehr für den Umweltschutz ausgerüstet. In einem Notfall-Handbuch werden alle Risken analysiert und Gegenmaßnahmen dargestellt.

Auf Platz zwei landete die Berndorf Band GmbH & CO KG in Berndorf (Bezirk Baden) für die Schließung des Prozesswasserkreislaufs. Die Firma produziert Bänder aus Edelstahl. Beim Polieren dieser Bänder ist der Einsatz von Spülwässern erforderlich. Durch die Installierung einer Aufbereitungsanlage kann jetzt ein Großteil des Spülwassers wieder in den Kreislauf rückgeführt werden, was rund 14.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr erspart.

Der 3. Platz ging an die Firma Riess GmbH & Co KG in Ybbsitz (Bezirk Amstetten), die hauptsächlich Emailgeschirr herstellt. In dieser Firma konnte der Frischwasserbedarf durch Umrüstung auf wassersparende Technologien um rund 92 Prozent reduziert werden.

Das Wasser sei nicht nur die Grundlage des Lebens, sondern auch der Wirtschaft, sagte Zwazl. Gerade im Bereich der Industrie habe man in Österreich einen hohen Anteil an wassersparenden Verbesserungen erreicht.

Lange Zeit sei in Niederösterreich die schlechte Wasserqualität in Kauf genommen worden, meinte Plank. Heute sei aber eine ganze Reihe von Betrieben tätig, die sich im Bereich der Wasserwirtschaft, auch auf den Weltmärkten, einen Namen gemacht haben. Viele Unternehmen würden über die behördlichen Regelungen hinaus nach Ideen suchen, wie sie Wasser und Abwasser sparen könnten. Mit hohen Investitionen in moderne Umwelttechnologien und durch ihr international anerkanntes Know-how leiste Niederösterreichs Wirtschaft einen ganz wesentlichen Beitrag für den Schutz der Wasserreserven.

Weitere Informationen: Dipl.Ing. Martin Angelmaier, 02742/9005-14775, e-mail martin.angelmaier@noel.gv.at, www.wasseristleben.at.


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