27.04.2004 | 16:17

„Ökumenisches Mittagessen“ im NÖ Landhaus

LH Pröll: In der Flüchtlingsfrage müssen auch die anderen Bundesländer ihren Beitrag leisten

Im NÖ Landhaus fand heute auf Einladung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wieder das traditionelle „ökumenische Mittagessen“ mit hohen geistlichen Würdenträgern der katholischen und evangelischen Kirche mit Kardinal Dr. Christoph Schönborn und Superintendent Mag. Paul Weiland an der Spitze statt. Für den Landeshauptmann ist dieses Zusammentreffen immer wieder das sichtbare Zeichen der guten Zusammenarbeit von Kirche und Politik im Bundesland Niederösterreich. Landeshauptmann Pröll ging dabei auch auf die aktuelle Flüchtlingsfrage ein. Für Niederösterreich sei es selbstverständlich, hier seinen Beitrag zu leisten. Derzeit erfüllen jedoch nur die Bundesländer Niederösterreich und Wien die Quoten. Es könne jedoch nicht sein, dass nur einige wenige Bundesländer hier „die Hauptlast“ übernehmen. „In dieser Frage muss es einen vernünftigen Lastenausgleich geben, alle Bundesländer sind gefordert, hier ihren Beitrag zu leisten“, so Pröll. Im Hinblick auf die bevorstehende EU-Erweiterung meinte der Landeshauptmann, dass man trotz aller Skepsis die Chancen dieser Erweiterung sehen und diese auch entsprechend nutzen müsse.

Kardinal Schönborn dankte für die Einladung und würdigte den kürzlich verstorbenen Kardinal Dr. Franz König als großen Niederösterreicher und bedeutenden Christen, Hirten, Wegweiser und Brückenbauer. Gleichzeitig dankte Schönborn dem Bundesland Niederösterreich für sein Engagement bei der Flüchtlingsaufnahme. Man müsse sich jedoch bewusst sein, dass dieses „Europa des Wohlstands“ künftig einem noch größeren Immigrationsdruck ausgesetzt sein wird. Es sei „unsere Pflicht“, hier Solidarität zu zeigen und alles Menschenmögliche zu tun, damit auch diese Menschen Perspektiven haben.

Auch Superintendent Weiland sieht in der Flüchtlingsfrage eine besondere Verantwortung im Miteinander. Es sei eine christliche Verantwortung, Ressentiments und Vorurteile abzubauen und diesen Menschen zu helfen.


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