29.06.2007 | 18:17

Neuer Schritt in der niederösterreichischen Gesundheitsmedizin

Sobotka: Bestmögliche Versorgung für die Patienten in Niederösterreich

Im Rahmen einer heute in St. Pölten abgehaltenen Pressekonferenz präsentierten Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka und der Geschäftsführer des NÖGUS (NÖ Gesundheits- und Sozialfonds), Dr. Robert Grießner, mit den sogenannten "NÖ Behandlungspfaden" einen neuen Schritt in der niederösterreichischen Gesundheitsmedizin. Bei den "Behandlungspfaden" handelt es sich um festgelegte Vorgehensweisen, die regeln, wo ein Patient mit bestimmten Symptomen oder Krankheitsbildern am effizientesten behandelt werden kann und wie er dort hinkommt. Die bisherige Vorgangsweise, den jeweiligen Patienten stets ins nächstgelegene Krankenhaus zu bringen, soll der Vergangenheit angehören. Außerdem sind im Rahmen der "Pfade" auch die Schritte der Behandlung bis zur Entlassung vorskizziert. So sollen auch eine kontinuierliche Qualitätsbewertung und -verbesserung ermöglicht und etwaige Schwachstellen im System gefunden und beseitigt werden. So werden demnach künftig beispielsweise jede Mandeloperation oder jeder Herzinfarkt nach dem selben Muster behandelt, was der besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu Gute kommen soll.

"Im vergangenen Jahr wurden in unseren Krankenhäusern rund 330.000 Fälle behandelt. Nur ein Promille der Behandelten hat sich danach beim Patientenanwalt beschwert. Und wiederum nur ein Drittel dieser Fälle wurde vom Anwalt auch tatsächlich aufgegriffen. Aber selbst das ist uns noch zuviel. Wir müssen vorab Lösungen finden. Es geht darum, den niederösterreichischen Patienten die bestmögliche Versorgung und Behandlung anzubieten. Wir wollen puncto Qualität Vorreiter werden. Die derzeit 26 existierenden `Behandlungspfade` dienen hier als Modell", meinte Sobotka. Diese Behandlungspfade würden auch eine einheitliche Ergebnisqualität sicherstellen und den Vergleich zwischen den einzelnen Krankenhäusern ermöglichen. Erstellt und beurteilt würden die Pfade von einem eigenen Qualitätssicherungs-Gremium. Mit Hilfe der Behandlungspfade könne man erstens den Schutz der Patienten, zweitens den juristischen Schutz des behandelnden Arztes und drittens eine Transparenz für den Financier erreichen, wodurch auch ein Missbrauch von Finanzmitteln zu vermeiden sei.

Grießner betonte, dass die "Behandlungspfade" vor allem in einem Land wie Niederösterreich, wo es auf Grund der Größe logistische Probleme gäbe, wichtig seien. Außerdem hielt er fest, dass es dabei vor allem auch darum gehe, eine bessere interne Kommunikation zu entwickeln und Kommunikationsfehler zu vermeiden. Die Umsetzung des Vorhabens sollte bis zum Jahresende erfolgt sein.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.


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