29.06.2007 | 18:17

Rückhaltebecken für den Natschbach

Soll Schutz vor Hochwasser bieten

Um den Schutz für die Siedlungsgebiete in Loipersbach (Gemeinde Natschbach-Loipersbach, Bezirk Neunkirchen) vor Hochwässern des Natschbaches sicherzustellen, soll südlich der S 6 Semmering-Schnellstraße ein Rückhaltebecken errichtet werden. 1991 und 1996 wurde nämlich das westliche Siedlungsgebiet von Natschbach-Loipersbach durch Hochwässer großflächig überschwemmt; davon waren 42 Wohngebäude betroffen.

Die Planung dieses Hochwasser-Rückhaltebeckens erfolgte durch das Zivilingenieurbüro Dipl.Ing. Helmut Rennhofer in Maria Enzersdorf am Gebirge (Bezirk Mödling). Mit der Errichtung eines Landschaftsteichs soll auch eine ökologische Bereicherung des Landschaftsraums erfolgen.

Geplant ist die Errichtung eines Damms mit einer Länge von rund 575 Metern. Der Damm weist bei der Durchleitung des Natschbaches unter der Semmering-Schnellstraße eine maximale Höhe von 5,50 Metern zum Gelände auf. Für die Dammschüttung werden rund 7.300 Kubikmeter Material für den Dichtkern in der Mitte und etwa 25.000 Kubikmeter für den Stützkörper an den Rändern benötigt. Ein Großteil des Materials soll aus der Deponie Steintal in Seebenstein herangeführt werden. Ein Teil des Schüttmaterials wird aus einem rund einen Hektar großen Bereich gewonnen, der als Feuchtbiotop mit einem Landschaftsteich gestaltet wird. Die Fläche für Dämme, Bauwerke und See beträgt rund 3,45 Hektar.

Die Gesamtkosten betragen rund 2,7 Millionen Euro. 55 Prozent der Kosten übernimmt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, 32,5 Prozent das Land Niederösterreich. Der Kostenanteil der Gemeinde beträgt 12,5 Prozent. Das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wasserbau, Regionalstelle Wiener Neustadt, wird den Bau durchführen, der bis zu zwei Jahre dauern wird.


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