24.03.2004 | 09:45

Hochwasserprognosesystem für die Donau

Plank: Wichtige Maßnahme im Ernstfall und für die Sicherheit der Bevölkerung

Nach dem Kamp wird nun auch für die Donau ein Hochwasserprognosesystem in Angriff genommen. Dieses System soll bis Ende 2005 auf Grundlage einer von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eingerichteten Hochwasserplattform und mit Unterstützung der Technischen Universität Wien realisiert werden. "Vorrangiges Ziel dieser Maßnahme ist es", so Landesrat Dipl.Ing Josef Plank, "für den Donauabschnitt in Niederösterreich ein Prognosesystem zu entwickeln, das bei kritischen Wettersituationen eine Frühwarnung der Bevölkerung bei Eintreten eines Hochwassers ermöglicht."

Das bestehende Hochwasserprognosemodell für die Donau sieht derzeit eine 6 bis 8 Stundenfrist für den Raum Krems vor. Auf Grundlage des neuen Systems soll bereits 15 Stunden vor Eintreten des Ernstfalls eine Wasserstandsprognose möglich sein. Darüber hinaus sollen durch die Entwicklung des neuen Modells kritische Situationen – unter Berücksichtigung der Wetterprognosen - bereits 24 Stunden (Vorwarnung) bzw. 48 Stunden (Frühwarnung) vor dem Ereignis erkannt werden. Plank: "Diese Maßnahmen werden auch auf die anderen maßgeblichen Flüsse in Niederösterreich ausgeweitet und stellen eine wichtige schrittweise Verbesserung der Hochwasserprognosen und Frühwarnung im Ernstfall sowie für die Sicherheit der Bevölkerung in Niederösterreich dar."

Die NÖ Landesregierung hat kürzlich in ihrer Sitzung die Vergabe der Planung, Entwicklung und Implementierung des Hochwasserprognosesystems für die Donau beschlossen. Die Maßnahmen umfassen die wissenschaftliche Entwicklung des Prognosemodells durch die ARGE Institut für Hydraulik, Gewässerkunde und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sowie die Erstellung eines hydraulischen Abflussmodells durch die Scietec Flussmanagement GmbH und die Vergabe der Visualisierungs- und Steuerungssoftware für das Prognosemodell. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 314.388 Euro. Zudem wurde der Auftrag für die Entwicklung und Implementierung des Hochwasserprognosesystems mit Kosten von 34.032 Euro an die Scietec Flussmanagement GmbH vergeben. Scietec verfügt über einschlägige fachliche Erfahrungen auf dem Gebiet der Flussmodellierung in Kooperation mit wissenschaftlichen Insitutionen.


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