17.03.2004 | 10:23

Hochwasserschutz an der Schwarza

Gesamtinvestitionen von 615.000 Euro

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie Ufersicherungen durch ingenieurbiologische Verbauung, das Herstellen von Dämmen, die Anhebung von Wegen bzw. dem Gelände und das Abtragen von Flächen soll der Schwarza knapp vor der Vereinigung mit der Pitten zur Leitha im Gemeindegebiet von Schwarzau am Steinfelde wieder die natürliche Dynamik zurückgegeben werden. Durch diese Maßnahmen ist es möglich, ein 100-jährliches Hochwasser – immerhin 320 Kubikmeter pro Sekunde - schadlos abführen zu können. Derzeit fehlt der Schwarza die Möglichkeit, den Flussschotter bereits im Oberlauf abzulagern. Das hat zur Folge, dass das Geschiebegleichgewicht empfindlich gestört wird. Der Fluss kann das angelieferte Geschiebe nicht mehr umlagern und abtransportieren. So ist im Laufe der Zeit auf ehemaligen Schotterflächen Wald entstanden.

Die geplanten Maßnahmen sehen jetzt vor, die Entwicklung der letzten Jahrzehnte teilweise wieder zurückzunehmen und den Wald in offene Schotterflächen umzuwandeln. Das erfolgt durch den Abtrag großer Flächen oberhalb der Strafanstalt Schwarzau und zwischen Schwarzau und Föhrenau. Mit den Bauarbeiten wird noch im März 2004 begonnen. Diese werden witterungsbedingt, da die Arbeiten großteils im Flussbett ausgeführt werden, zwei Jahre dauern. Die Gesamtkosten betragen 615.000 Euro und werden zu 47 Prozent vom Bund, zu 33 Prozent vom Land Niederösterreich und zu 20 Prozent von der Gemeinde Schwarzau am Steinfelde getragen.

Die Schwarza sammelt bei Rohr im Gebirge in mehreren Bächen Wasser. Bei der Vereinigung mit der Pitten zur Leitha hat die Schwarza beim Eintritt in das Steinfeld wieder viel Wasser an den Untergrund verloren. Das Wasser versickert hier großteils. Wenn aber Hochwasser herrscht, ist die Schwarza derzeit nur schwer zu bändigen.


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