26.02.2004 | 15:30

„Flussbauliches Gesamtkonzept“ für Nationalpark Donau-Auen

Donausohle soll stabilisiert werden

Bei dem gestern in Bad Deutsch-Altenburg präsentierten „Flussbaulichen Gesamtkonzept“ für den Nationalpark Donau-Auen wurden wasserbauliche Erfordernisse mit ökologischen Zielsetzungen verbunden. Sohleintiefung, ökologische Defizite und veränderte Anforderungen der Schifffahrt haben zur Forderung nach umfangreichen wasserbaulichen Maßnahmen für die freie Fließstrecke der Donau östlich von Wien geführt. Dabei wurde auf die Interessen von Wasserbau, Schifffahrt und Naturschutz Rücksicht genommen.

Ziel der Vorhaben in den nächsten Jahren ist es, die freie Fließstrecke zwischen Wien und der Staatsgrenze bei Hainburg zu erhalten. Außerdem sind Gewässervernetzungen und Strukturierungen der Donauufer geplant. Zur Abstimmung der Tätigkeiten wurde der „Koordinationsausschuss Wasserstraße – Nationalpark“ eingerichtet, in welchem die wasserbaulichen Planungen und Maßnahmen ausgearbeitet werden.

Außerdem soll durch eine „Granulometrische Sohlstabilisierung“ die Sohleintiefung im Rahmen des „Flussbaulichen Gesamtprojekts“ saniert werden. Dadurch können die niedrigen Wasserstände der Donau angehoben und die Au wieder besser mit Wasser versorgt werden. Befestigte Steinufer sollen rückgebaut und neue Kiesinseln bzw. Seichtwasserbereiche entstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Gewässervernetzungen gelegt. Die Altarme der Donau sollen wieder vermehrt mit dem Hauptstrom kommunizieren. Einige Gewässervernetzungsprojekte wurden bereits abgeschlossen, erste Ergebnisse bestätigen den Erfolg.

Nähere Informationen: Nationalpark Donau-Auen, Erika Hofer, Telefon 02212/3450-16, www.donauauen.at.


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