22.01.2004 | 09:37

Mobile Hospizteams in den Krankenhäusern Purkersdorf und Tulln

Betreuungsnetz wird immer dichter

In Niederösterreich wird das Netz an Hospizinitiativen immer dichter. Das NÖ Rote Kreuz hat kürzlich in den Krankenhäusern Purkersdorf und Tulln mobile Hospizteams stationiert, um schwerkranken Patienten zu Hause eine ganzheitliche Betreuung anbieten zu können. „Über 80 Prozent der Menschen wünschen sich, in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden“, erklärt Projektleiter Thomas Wallisch vom NÖ Roten Kreuz. Daher sei der Ausbau von interdisziplinären Support-Teams notwendig. Außerdem haben Schwerkranke andere Bedürfnisse als Menschen, die auf Heilung hoffen. Ihre Anliegen sollen in den Mittelpunkt der ganzheitlichen Betreuung durch die mobilen Hospizteams gestellt werden.

Die Hospiz-Idee zielt darauf ab, alte Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Hospizbetreuung bedeutet aktive und umfassende Behandlung, Pflege und Begleitung von Patienten ab jenem Zeitpunkt, da die Krankheit nicht mehr auf kurative Methoden anspricht. Schmerzbehandlung sowie die Linderung psychischer, sozialer und spiritueller Probleme haben dabei besondere Bedeutung. Die Hospizbewegung arbeitet mit den ambulanten Diensten, den Ärzten, den Pflegefachkräften, den Angehörigen und der Seelsorge zusammen. Verstärkt werden auch ehrenamtliche Mitarbeiter einbezogen.

Nähere Informationen: Thomas Wallisch, NÖ Rotes Kreuz, Telefon 02272/60 41 70.


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