07.01.2004 | 15:06

Rettung für Safaripark Gänserndorf in Sicht

Onodi: Finanzielle Unterstützung über Eco Plus möglich

Für den vom Konkurs bedrohten Safaripark Gänserndorf scheint Rettung in Sicht: Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi will das heute in St. Pölten von der Geschäftsführung vorgelegte Sanierungskonzept innerhalb einer Woche prüfen lassen und stellte finanzielle Unterstützung über Niederösterreichs Regionale Entwicklungsgesellschaft Eco Plus in Aussicht. Damit sollte der Fortbestand des Tierparks bis zum Beginn der Sommersaison Anfang April gesichert sein, so Onodi.

Eco Plus-Geschäftsführer Helmut Miernicki bezifferte den Betrag, der den Förderrichtlinien entspricht, mit 200.000 Euro. Onodi zufolge sollen hinsichtlich der Finanzierung noch weitere Gespräche mit Baxter folgen - das Pharma-Unternehmen trägt die Kosten für die „Schimpansenpension" im neu errichteten, international anerkannten „Affenhaus".

Der Geschäftsführer der Safaripark-Gesellschaft, Georg Scheifinger, freute sich über den positiven Ausgang der Gesprächsrunde. Angesichts dieser konstruktiven Haltung sei zu hoffen, dass die Mitarbeiter, die dem Wohl der Tiere „mit Leidenschaft und Liebe" verbunden seien, weiter zuwarten.

Wie Rechtsanwalt Dominik Baurecht dazu erläuterte, bestehe derzeit keine rechtliche Notwendigkeit für vorzeitige Austritte aus den Dienstverhältnissen. Die rund 60 Beschäftigten, denen seit drei Monaten keine Gehälter ausgezahlt wurden, halten morgen, 8. Jänner, eine Betriebsversammlung ab.

Baurecht bezeichnete das heute gegebene Signal des Landes als „schönen Lichtblick". Auch die wichtigsten Gläubiger wie die Gebietskrankenkasse verhielten sich abwartend, so dass praktisch von allen Seiten Interesse am Erhalt des Safariparks bestehe.

Zur derzeitigen Situation führte Scheifinger aus, dass über die Weihnachtsfeiertage viele Spenden für Tierfutter eingegangen seien. Der Safaripark hat heuer erstmals auch im Winter geöffnet, wobei allerdings der Betrieb in der kalten Jahreszeit nicht kostendeckend sein kann. Auf dem 68 Hektar großen Areal leben 850 Tiere.


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