27.05.2003 | 00:00

„Tarock – mein einziges Vergnügen“

Sonderausstellung auf der Schallaburg ab 29. Mai

„Tarock – mein einziges Vergnügen“ nennt sich eine neue Ausstellung auf der Schallaburg zur Geschichte dieses europäischen Kartenspiels. Zu sehen ist die von Mag. Hans-Joachim Alscher kuratierte Ausstellung vom 29. Mai bis 2. November, die Eröffnung nimmt morgen, Mittwoch, 28. Mai, um 16 Uhr Landtagspräsident Mag. Edmund Freibauer vor.

Tarock, das Kartenspiel mit typisch österreichischer Tradition, wurzelt in den italienischen Renaissance-Fürstenhöfen Mitte des 15. Jahrhunderts. Es wird angenommen, dass das Tarock über Frankreich nach Österreich gelangte. Das erste Wiener Tarockbuch stammt aus dem Jahr 1756, dem auch die Zeile „Tarock mein einziges Vergnügen, erlaubter Spiele Königin“ entnommen ist. Zu Zeiten von Fritz von Herzmanovsky-Orlandos phantastischem Roman „Maskenspiel der Genien“ identifizierte sich bereits ganz Österreich mit „Tarockanien“.

Heute finden sich unterschiedliche Formen des Tarock in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Rumänien und der Ukraine, aber auch in Dänemark, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Italien. Neben diesen Exponaten werden auch seltene Tarockkarten wie die handgemalten eines russischen Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg, ein „Touristen-Tarock“ oder die Verbindungen zum okkulten „Tarot“ gezeigt. Höhepunkte der Ausstellung sind die wertvollen Bestände original österreichischer Tarockkarten des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Klaus Reisinger.

Nähere Informationen auf der Schallaburg unter der Telefonnummer 02754/763 17, per e-mail unter office@schallaburg.at bzw. im Internet unter www.schallaburg.at.


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