22.05.2003 | 00:00

Knoten Vösendorf: Sperre zu Pfingsten

Notwendig für Anbindung der S 1

Die künftige Anbindung der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße an die A 2 Südautobahn und die A 21 Wiener Außenring-Autobahn erfordert den Bau neuer Verkehrsrelationen im Knoten Vösendorf. Dadurch soll sowohl die Verkehrssicherheit verbessert als auch die Leistungsfähigkeit im Verkehrsknoten gesteigert werden. Aus diesem Grund muss der Knoten Vösendorf am Pfingstwochenende vom 6. bis 10. Juni gesperrt werden.

Am 26. Mai wird mit der Absenkung der Südautobahn im Knotenbereich begonnen. Die Autofahrer werden ersucht, an diesem Wochenende den Knoten Vösendorf wenn möglich zu meiden. Für den Abschnitt auf der Südautobahn werden provisorische Umleitungen geschaffen. Die Strecken Wien – A 21 (Richtung Linz) und A 21 (Richtung Graz) bleiben aufrecht. Der Verkehr von der A 21 nach Wien und aus Graz zur A 21 muss über die Anschlussstellen Brunn am Gebirge und Mödling umgeleitet werden. „Um den Ansturm der Urlaubsreisenden abzuwickeln, wird mit den Bauarbeiten Freitag Abend begonnen. Vor dem zu erwartenden Rückreisestrom am Dienstag nach Pfingsten sollen die Strecken wieder ungehindert befahrbar sein“, betonte Dipl.Ing. Franz Lückler, Vorstandsdirektor der ASFINAG, der gestern in Wien gemeinsam mit dem NÖ Straßendienst und Hitradio Ö 3 über die Maßnahmen informierte.

„Der Knoten Vösendorf ist der am stärksten befahrene Verkehrsknoten Österreichs. Im Schnitt passieren 150.000 Fahrzeuge täglich diese Verkehrsrelation südlich der Bundeshauptstadt Wien. Bauarbeiten in diesem Bereich besitzen daher höchste Sensibilität in Sachen Verkehrsführung und Sicherheit“, so Lückler. Das Land Niederösterreich und die ASFINAG streben durch optimales Baustellenmanagement und höchste Sicherheitsstandards einen raschen und unfallfreien Bauablauf an. Lückler: „Das Pfingstwochenende bietet sich für die Bauarbeiten an, da wir dafür drei Tage brauchen. Sonst hätten wir den Knoten an zwei Wochenenden sperren müssen.“ Zudem sei der Großteil der Urlauber zum Zeitpunkt der Sperre bereits am Weg in ihre Urlaubsorte.

Um die A 2 durch herabfallende tonnenschwere Betonbrocken nicht zu beschädigen, wird eine etwa 1 Meter hohe Polsterschüttung (Sand) aufgebracht. Diese Arbeiten benötigen einen genau vorbereiteten Einsatz von Gerät und Personal, so dass ca. 20 Abbruchgeräte eingesetzt werden. An diesem Wochenende werden ca. 15.000 Tonnen Stahlbeton abgebrochen, das entspricht einem Güterzug mit etwa 4 Kilometer Länge.

„Bei dieser größten Baustelle ist uns die Sicherheit der Kraftfahrer ein ebenso großes Anliegen wie die Sicherheit der dort fast rund um die Uhr beschäftigten Bauarbeiter“, betonte Dipl.Ing. Rudolf Gruber, zuständig für Großprojekte in der NÖ Straßenbauabteilung.

Der gesamte Verkehrsknoten muss bis zu 1,5 Meter abgesenkt und alle Brücken neu gebaut werden. Der Abbruch von Rampen mit einer Länge von 7 Kilometern und neun Brückenobjekten ist notwendig. Ersetzt werden die Anbindungen von der A 21 und S 1 durch 10 Kilometer neue Rampen und 6 Kilometer Kollektorspuren. Dazu ist die Errichtung von 10 neuen Brücken erforderlich. Umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen gehen Hand in Hand mit dem Straßenbau.

Die Baustelle Knoten Vösendorf wird erstmals virtuell im Internet dargestellt: Unter www.a2bau.at, auf der Homepage des Landes www.noe.gv.at und auf http://oe3.orf.at/ ist dieses Service ab kommender Woche abrufbar.


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