14.05.2003 | 00:00

Original Pleyel-Tafelklavier in Ruppersthal

Sobotka: Wesentlicher kultur- und gesellschaftspolitischer Auftrag

Im Rahmen ihrer Kultursponsoring-Aktivitäten hat die NÖ Hypobank ein Original Pleyel-Tafelklavier Opus 7134 in Berlin angekauft und dem Pleyel-Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. In Ruppersthal, wo das Klavier nun zu den Prunkstücken in der ehemaligen, 1998 als Museum eröffneten Pleyel-Schule zählt, wurde es gestern erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, der auch die Vorteile des Instruments hervorhob, sprach von einem wesentlichen kultur- und gesellschaftspolitischen Auftrag. Den kulturpolitischen Auftrag, aus Respekt vor den geistigen und künstlerischen Zeugnissen der Vorväter Vergessenes wieder zu aktivieren, könne die öffentliche Hand ohne Helfer wie die Hypo und Idealisten wie den Obmann der Pleyel-Gesellschaft, Adolf Ehrentraud, allein nicht bewältigen. Gesellschaftspolitisch bringe diese Art des Musizierens eine andere Annäherung an die Musik als in der heutigen Event-Form und damit eine andere Sensibilität des Hörens. Die Pleyel-Gesellschaft sei einer der wichtigsten Eckpfeiler, um sich mit den besonderen Tondenkmälern Niederösterreichs auseinander zu setzen.

Ignaz Pleyel, 1757 in Ruppersthal geboren und 1831 in Paris gestorben, war nicht nur einer der bekanntesten Komponisten seiner Zeit sowie Verleger und Gründer des „Salle Pleyel“ in Paris, sondern auch ein virtuoser Klavierbauer. Insgesamt sind in der Pleyel-Klavierfabrik in Paris rund 300.000 Instrumente entstanden. 1826 setzte Pleyel seinen Klavieren als Erster einen Metallrahmen ein, die überwältigende Klangfülle macht Pleyel-Klaviere heute noch zu „Stars“ in den internationalen Konzertsälen.


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