12.05.2003 | 00:00

Neues Frauenhaus in Amstetten

Prokop und Kranzl nahmen Eröffnung vor

Schutz und Unterkunft für acht misshandelte Frauen und ihre Kinder bietet das neue Frauenhaus in Amstetten, das kürzlich von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrätin Christa Kranzl eröffnet wurde. Der Verein Frauenhaus Amstetten kaufte im Jahr 2001 ein Haus mit drei Wohnebenen. Das Haus wurde mit Kosten von rund 340.000 Euro umgebaut und behindertengerecht adaptiert. Weiters wurde an das bestehende Gebäude ein Neubau mit etwa 100 Quadratmetern angebaut. Die Kosten für den Um- und Zubau übernahmen die Stadtgemeinde Amstetten und das Land Niederösterreich.

Das Frauenhaus in Amstetten besteht seit elf Jahren. In dieser Zeit wurden rund 300 Frauen und 400 Kinder betreut. Sieben Teilzeitkräfte und fünf freie Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Bedürfnisse der Frauen. „Jede fünfte Frau in Österreich war oder ist von Gewalt betroffen“, gab Prokop zu bedenken. Für die misshandelten Frauen müsse es die bestmögliche Hilfe geben. „Frauenhäuser sind die geeignete Einrichtung, um Frauen auf dem ‚Weg zurück ins Leben‘ zu unterstützen“, ergänzte Kranzl.

Nach Polizeischätzungen werden in Österreich jährlich etwa 150.000 bis 300.000 Frauen misshandelt. Im Jahr 2002 haben rund 2.500 Frauen und Kinder in österreichischen Frauenhäusern und Frauenwohnungen Zuflucht gefunden. Das Frauenhaus in Amstetten erreicht man unter der Telefonnummer 07472/665 00.


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