08.05.2003 | 00:00

Nachbarschaftshilfe im Vorfeld der EU-Erweiterung

Beitrittserfahrungen für Tschechien

Die EU-Erweiterung bringt nicht nur für die bisherigen Mitgliedsländer zahlreiche Veränderungen mit sich, auch für die Verwaltungen der Beitrittsländer ergeben sich neue Tätigkeitsfelder und Prozessabläufe. Für „EU-Anfänger“ ist es daher hilfreich, wenn ein bereits zur Europäischen Union gehörender Nachbar seine Erfahrungen in Verwaltung und Durchführung der unterschiedlichen EU-Förderprogramme weitergibt.

Unter der Schirmherrschaft der für die EU-Erweiterung zuständigen Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner fand daher gestern, 7. Mai, in St. Pölten ein Treffen von Vertretern der Kreisregierung Vysocina aus Iglau (Jihlava) mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Landes Niederösterreich für EU-Regionalpolitik statt. Bei diesem Arbeitsseminar wurden diverse Fragen zu Programmabwicklung und -steuerung, zu Personalaufwand und Verwaltungsstruktur, zu Beratungseinrichtungen und Einreichungsmodalitäten von Projekten sowie zu Öffentlichkeitsarbeit und Monitoring-System vorgestellt und diskutiert.

„Niederösterreich hat seit dem Beitritt Österreichs zur EU die verfügbaren Fördermittel optimal genutzt und mit den unterschiedlichen Arbeitsprogrammen der Europäischen Union umgehen gelernt. Die gewonnenen Erfahrungen wollen wir aber nicht für uns behalten, sondern sind gerne bereit, unseren Nachbarn mit Rat und Tat zu Seite zu stehen und sie auf den Umgang mit den Förderprogrammen der Europäischen Union vorzubereiten“, so Mikl-Leitner.

„Aus Nachbarn Partner machen“ ist mittlerweile ein vielzitierter Slogan geworden. In einem Jahr aber geht die Realität bereits darüber hinaus, dann sind Beitrittsländer wie Tschechien nicht nur Partner, sondern Verbündete, um Europa gemeinsam zu gestalten. Der erste Schritt dazu ist, bereits jetzt die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern auch auf der administrativen Ebene zu intensivieren sowie Erfahrungen auszutauschen und weiterzugeben, um auch in der künftigen Zusammenarbeit in einem erweiterten Europa auf starke Partner vertrauen zu können.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, unter der Telefonnummer 02742/9005-14128, Mag. Christina Ruland, bzw. per e-mail unter christina.ruland@noel.gv.at.


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