06.05.2003 | 00:00

Boltzmann-Institut für Geschichte des ländlichen Raumes

Österreichs erste zentrale Stelle in St. Pölten

Eine in Österreich einmalige Einrichtung, nämlich eine zentrale Stele für ländliche Forschung, hat nun ebenfalls ihren Sitz in St. Pölten: Das Land Niederösterreich und die Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft haben für das Boltzmann-Institut für Geschichte des ländlichen Raumes eine dreijährige Kooperation abgeschlossen. Das Institut wird mit zwei Mitarbeitern dem NÖ Landesarchiv angeschlossen. Aufgabe des neuen Instituts ist es, zu forschen und zu dokumentieren. Schwerpunkt sind beispielsweise die Inventarisierung des Alt-Aktenbestandes der Bezirksbauernkammern und der bäuerlichen Privatnachlässe. „Wir wollen mit dieser Stelle das agrarhistorische Material sichern“, erläuterte gestern der Leiter des neuen Instituts, Dr. Ernst Bruckmüller, in Wien. Das erste große Projekt sei eine Agrargeschichte des 20. Jahrhunderts. Bruckmüller: „Niederösterreich ist das größte Agrarbundesland, somit ist auch eine umfassende Forschung notwendig. Allein durch die Kammerstrukturreform, bei der einige Bezirksbauernkammern zusammengelegt werden, gebe es bedeutendes historisches Material. Initiator des neuen Instituts ist der Leiter des NÖ Landesarchivs, Hofrat Dr. Anton Eggendorfer. „Das NÖ Landesarchiv verwahrt das schriftliche Kulturgut des Landes und ist damit zentrale Sammelstelle für Politik, Verwaltung und Rechtspflege“, erläuterte Eggendorfer.

Das Boltzmann-Institut für die Geschichte des ländlichen Raumes wird heute Nachmittag offiziell von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop eröffnet.

Nähere Informationen auf der neuen Homepage www.ruralhistory.at.


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