07.04.2003 | 00:00

Onodi zum Weltgesundheitstag:

Gestärkte Kinder sind selbstbewusste Erwachsene

Jedes Jahr sterben fünf Millionen Kinder an Krankheiten oder anderen Umständen, die durch ihre Umwelt verursacht werden. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, widmet sich der heute stattfindende Weltgesundheitstag der WHO dem Thema „Gesunde Umwelt – gesunde Kinder“. Laut WHO sind in der Europäischen Union Allergien die häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern, in manchen Ländern ist sogar ein Viertel der Kinder davon betroffen. So stieg in den meisten europäischen Ländern das Auftreten von Asthmasymptomen bei Kindern von Mitte der siebziger bis Mitte der neunziger Jahre um 200 Prozent.

„Unsere industrialisierte Gesellschaft kann krank machen. Das wissen wir bei Erwachsenen, besonders aber bei Kindern“, so Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Belastungen der Umwelt wirken sich auf Kinder ungleich stärker aus als auf Erwachsene. 40 Prozent der durch ökologische Gefahren ausgelösten Krankheiten entfallen weltweit auf Patienten unter fünf Jahren. Obgleich die medizinische Wissenschaft sich mit großen Schritten weiterentwickelt, was beispielsweise Allergien und chronische Krankheiten betrifft, muss es unser aller Aufgabe sein, das Bewusstsein der Bevölkerung in diesem Bereich zu sensibilisieren. Denn je früher Vorsicht und Behandlung ansetzt, desto besser kann behandelt und geschützt werden“, meinte Onodi.

Wichtig sind eine intakte und gesunde Umwelt, aber auch soziale, gesellschaftliche und familiäre Faktoren. Ob in Gemeinde, Schule, Familie und Freizeitbereich – die Lebensräume von Kindern sollten kinderfreundlich ausgerichtet und somit gesundheitsfördernd gestaltet sein. Viel Bewegung, Sport, gesunde Ernährung, Aufklärung über Suchtgifte und breite Entfaltungsmöglichkeiten für die Persönlichkeit der künftigen Erwachsenen sind ebenso notwendig wie das Erleben eines gesunden und sozial intakten Lebensstils in der Familie und in der Gesellschaft. „Was wir in Niederösterreich im Bereich der Schule anbieten, von der Bewegten Klasse bis zur gesunden Jause, sind beispielhafte Projekte. Letztlich muss aber eine übergreifende Gestaltung des gesunden Umfelds für Kinder Platz greifen. Und hier hat neben der Familie die ganze Gesellschaft die Hauptverantwortung zu tragen“, so Onodi.


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