04.04.2003 | 00:00

NÖ Landtagswahl war Wahl vieler Rekorde

Fast 30 % aller abgegebenen Stimmen gaben LH Vorzugsstimme

Die NÖ Landtagswahl 2003 war eine Wahl mit vielen Rekorden. Das bestätigten gestern auch VP-Landesgeschäftsführerin Mag. Johanna Mikl-Leitner und der Meinungsforscher und Wahlanalytiker Dr. Franz Sommer. „Mit einem Ergebnis von 53,3 Prozent stand erstmals nach 20 Jahren wieder ein ‚5er‘ vor dem Ergebnis“, so Mikl-Leitner. Außerdem habe es für die VP nicht nur die höchsten Zugewinne in der Zweiten Republik gegeben, auch der Abstand zu SP – fast 20 Prozent oder 179.244 Stimmen – sei noch nie so hoch gewesen. Darüber hinaus habe die VP im Süden Wiens, wo es die mobilsten Wähler gebe, überdurchschnittlich abgeschnitten und zweistellige Zuwachsraten eingefahren. Als Beispiel nannte sie die Bezirke Mödling mit 11,1 Prozent, Baden mit 11 Prozent und Wiener Neustadt mit ebenfalls 11 Prozent. Dazu habe Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll über eine Viertel Million Vorzugsstimmen (252.326) erhalten. „Das sind rund 52 Prozent der VP-Wähler, und das entspricht fast 30 Prozent aller abgegebenen Stimmen“, sagte Mikl-Leitner.

Sommer, der eine begleitende Wahlkampfforschung vor dem Wahltag und telefonische Umfragen am Wahltag durchführte, bezeichnete das Wahlergebnis für die VP als Start-Ziel-Sieg. 87 Prozent der Befragten hätten sich bereits vor Beginn des Wahlkampfes festgelegt. Die VP sei, wie 3.000 Interviews vor der Wahl gezeigt haben, mit 52 Prozent bereits sehr nahe am tatsächlichen Ergebnis gelegen, die SP war mit 26 Prozent „unterrepräsentiert“, die Grünen mit 8 Prozent „überrepräsentiert“. Die FP kam hier auf ein Ergebnis von 2,5 Prozent. Dazu habe die VP auch bei den Arbeitern „die Nase vorne“ und bei den berufstätigen Frauen sehr gut abgeschnitten. Außerdem hätten 50.000 bis 60.000 ehemalige FP-Wähler nun die VP gewählt. Bemerkenswert sei auch, dass es bei dieser Wahl trotz des großen Stimmzettels sehr wenig ungültige Stimmen gegeben habe.

Sommer ist überzeugt, dass das Persönlichkeitswahlrecht großen Einfluss auf das Wahlverhalten gehabt hat. „Die Menschen wollen Kandidaten wählen, nicht Parteien.“ Dieser Trend werde auch in Zukunft anhalten.


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