31.03.2003 | 00:00

Hochburgen und andere „Ausreißer“

Gemeinden mit der höchsten und der geringsten Wahlbeteiligung

Bei der gestrigen Landtagswahl gab es wieder Gemeinden, die sich durch eine besonders hohe, aber auch solche, die sich durch eine geringe Wahlbeteiligung „auszeichneten“. Und dabei zeigt sich eine gewisse Kontinuität: Wie schon bei der letzten Landtagswahl 1998 war Ferschnitz die Gemeinde mit der höchsten Wahlbeteiligung, diesmal mit 89,02 Prozent, vor fünf Jahren mit 89,51 Prozent. Auf den Plätzen folgen Statzendorf (88,64 Prozent), Euratsfeld (88,16 Prozent) und Schwarzenbach (87,76 Prozent). Am niedrigsten war die Wahlbeteiligung – ebenfalls wie 1998 – in der Gemeinde Semmering mit 45,17 Prozent (1998 waren es 44,47 Prozent). „Wahlmüde“ waren die Bürger auch in Mönichkirchen (50,71 Prozent), Vösendorf (56,46 Prozent) und Schwechat (56,67 Prozent).

Interessant auch ein Blick auf die „Hochburgen“. Die ÖVP erreichte ihren höchsten Stimmenanteil in der Gemeinde Lichtenegg mit 92,02 Prozent. Auch hier spiegelt sich der Erfolg der Landeshauptmann-Partei wider, 1998 hatte sie in Röhrenbach mit 85,96 Prozent ihren höchsten Anteil. In weiteren 19 Gemeinden übertraf die ÖVP die 80 Prozent-Marke, so in Japons (88,1 Prozent), Ertl (86,96 Prozent) und in Röhrenbach (86,87 Prozent).

Die SPÖ erreichte wie schon vor fünf Jahren ihren höchsten Stimmenanteil in Golling an der Erlauf, damals waren es 63,95 Prozent, diesmal 75,56 Prozent. Weitere SP-Hochburgen waren Hirtenberg (72,4 Prozent), Brand-Nagelberg (70,54 Prozent) und Rabensburg (69,74 Prozent).

Die Grünen eroberten ihre höchsten Prozentanteile in Purkersdorf (19,47 Prozent), Laab im Walde (19,24 Prozent) und Mauerbach (19,23 Prozent). Die FPÖ war, wie bei der letzten Landtagswahl am stärksten in Bad Deutsch-Altenburg, aber auch hier sank der Anteil von 34,96 auf 17,47 Prozent. In St. Corona am Wechsel erzielte die FP 15,73 Prozent, in Sallingberg 14,76 Prozent.

Die Gemeinde mit den geringsten Prozentanteilen der ÖVP war wie schon 1998 Golling an der Erlauf, aber auch hier steigerte sie sich von 9,3 auf 15,56 Prozent. Die SPÖ hatte den geringsten Stimmenanteil in St. Corona am Wechsel mit 2,62 Prozent. Vor fünf Jahren lag die Partei am schlechtesten in Parbasdorf mit 2,56 Prozent, in dieser Gemeinde konnte sie auf 10,87 Prozent zulegen. Die Grünen erzielten in Schwarzenbach nur 0,25 Prozent, für die FPÖ ist Puchenstuben mit 0,41 Prozent die Gemeinde mit dem geringsten Stimmenanteil.

Die höchsten Gewinne fuhr die ÖVP in Allentsteig (25,91 Prozent), Zillingdorf (25,43 Prozent) und Weißenkirchen an der Perschling (20,41 Prozent) ein. Die SPÖ legte am stärksten in Puchenstuben (21,79 Prozent), Statzendorf (17,37 Prozent) und Hollenstein an der Ybbs (17,35 Prozent) zu. Die Grünen verzeichneten ihre höchsten Gewinne in Mauerbach mit 9,63 Prozent, gefolgt von Purkersdorf mit 8,9 Prozent.

Verluste gegenüber 1998 gab es für die ÖVP nur in 20 der 573 niederösterreichischen Gemeinden, am höchsten waren sie in Puchenstuben mit 9,52 Prozent. Für die SPÖ besonders schlecht lief es in Zillingdorf mit einem Minus von 11,96 Prozent. Die Grünen verzeichneten in 35 Gemeinden ein Minus, am höchsten war es in Großhofen mit 2,85 Prozent. Der höchste Verlust der FPÖ wurde in Lassee mit 21,4 Prozent verzeichnet, 1998 hatte sie in der Gemeinde mit 26,93 Prozent noch ihren zweithöchsten Stimmenanteil.


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