28.03.2003 | 00:00

Auch in Ungarn mehr sozialer Wohnbau

Know-how aus Niederösterreich soll helfen

Der Neubau von Sozialwohnungen ist seit der großen Wende um 1990 in ganz Osteuropa weitgehend zum Stillstand gelangt. In Ungarn, das jährlich etwa 40.000 neue Wohnungen benötigt, wird derzeit lediglich die Hälfte der Bauleistung erreicht. Dabei werden aber zum Großteil private Einfamilienhäuser und hochwertige, teure Eigentumswohnungen gebaut. Leistbare Wohnungen für junge Leute und Durchschnittsverdiener werden hingegen kaum errichtet, geschweige denn Sozialwohnungen für Familien mit geringen Einkommen. Jetzt bemüht sich das Land Niederösterreich in unseren Nachbarländern um eine gemeinsame Entwicklung des sozialen Wohnbaus. Bisher fehlten aber nicht nur ausreichende Finanzierungsformen, sondern auch moderne Gesetze und zeitgemäße Förderungen. Man möchte deshalb sich in diesem Bereich engagieren und mit Hilfe von Know-how-Transfer und der partnerschaftlichen Zusammenführung von Wohnbaugenossenschaften aus Niederösterreich und – zum Beispiel – aus Ungarn einer Verbesserung dieser Situation herbeiführen.

Die NÖ Landesregierung hat daher kürzlich Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-Mittel) für die Eco Plus Niederösterreich Entwicklungsagentur GmbH zur Kofinanzierung des Projekts „Sozialer Wohnbau – Know-how-Transfer Niederösterreich – Ungarn“ in der Höhe von 85.000 Euro im Rahmen des Programms INTERREG IIIA Österreich – Ungarn bewilligt. Die Gesamtkosten dieses Projekts betragen 170.000 Euro. Förderungsempfänger ist das Forschungsinstitut für Energie- und Umweltplanung, Wirtschafts- und Marktanalysen GmbH, Projektpartner sind die NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie, die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Frieden reg. Gen mbH, die Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-Aktiengesellschaft, die LOSZ Lakásszövetkezetek Országos Szövetsége (Zentralverband der ungarischen Wohnbaugenossenschaften) und die Lakásfenntartók Szolgáltató Egesülsése (Wohnbaugenossenschaft Györ).


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