28.03.2003 | 00:00

Umfahrung Aschbach/Markt – Krenstetten

Neue Trasse der B 122 in drei Bauabschnitten

Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Westbahn auf eine Hochleistungsstrecke sind schienengleiche Bahnübergänge im Bereich von Aschbach/Markt und Krenstetten im Zuge der B 122 und der L 6208 notwendig. Da die querenden Verkehrsrelationen im Zuge der Landesstraßen B und L aufrecht erhalten werden müssen, wurden umfangreiche Korrekturen am Straßennetz notwendig. Aus diesem Grund wurde ein Gesamtkonzept für die Umfahrung der beiden Gemeinden von Aschbach und Krenstetten erarbeitet, dass nun durch den Neubau der B 122 zwischen der Moderhackermühle und Rappelschwaig umgesetzt wird. Die Maßnahmen bringen einen enormen Sicherheitsgewinn und eine Verkehrsentlastung für die Ortskerne von Aschbach und Krenstetten.

Die Errichtung der neuen Trasse der B 122 erfolgt in 3 Teilabschnitten: Der erste Abschnitt führt von der Urlbrücke entlang der Westbahn im Süden bis zur Moderhackermühle, wo eine neue Bahnunterführung errichtet wird. Der zweite, nun zu bauende Abschnitt folgt größtenteils dem Bestand der L 6208. Der dritte Abschnitt folgt entlang der Westbahn bis hin zur Einmündung der L 6189 aus Biberbach. Die Höhenlage des zweiten Abschnitts, entspricht dem vorhandenen Bestand der L 6208. Für den Fall, dass die Url Hochwasser führt und die neue B 122 überflutet wird, steht eine Ersatzroute über einen Teil der bestehenden B 122 zur Verfügung.

Die Finanzierung der Abschnitte eins und drei erfolgt durch die HL-AG, Abschnitt zwei übernimmt das Land Niederösterreich.

Die gesamte neue Umfahrung weist eine Länge von 4,6 Kilometern auf. Mit diesem Projekt können drei Eisenbahnkreuzungen aufgelassen werden, eine vierte in Krenstetten wurde bereits entschärft.

Die Bauarbeiten für den zweiten, 2,5 Kilometer langen Abschnitt werden ein Jahr dauern, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro.

Für die ökologische Einpassung in das Gefüge der Landschaft werden Begleitmaßnahmen durchgeführt:

Im Bereich der Moderhackermühle soll ein Durchlass als Amphibienpass errichtet werden,

bei neu zu bauenden Gerinnen sollen die Gehölzpflanzungen an den Altbestand angepasst werden,

es werden Leiteinrichtungen für die Laichwanderungen der Amphibien errichtet.

Dieses Projekt zwischen HL-AG und dem Straßendienst ist ein Musterbeispiel dafür, dass Straße und Schiene keine Gegensätze sind, sondern sich ideal ergänzen können und sollen. Es ist daher wichtig, dass die Bahn einerseits den Schwerpunkt auf die Abwicklung des überregionalen Schwerverkehrs setzt und hier ein attraktives Angebot bereitstellt, während der Verkehrsweg Straße vor allem den Pkw- und Individualverkehr abwickelt, die regionale Güterversorgung bei der Zulieferung übernimmt und ein Teil dieser Umfahrung als großräumige Verbindung aus dem Ybbstal zur Anschlussstelle Oed dient.


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