25.03.2003 | 00:00

Zur NÖ Landesausstellung 2005 in Kleinwetzdorf/Heldenberg

Erforschung der ältesten Großbauten Europas

In Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, dem Vienna Institute for Archäological Science, dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und dem Verein „Im Zeichen des Kreises“ hat die NÖ Landesregierung im Zusammenhang mit der Landesausstellung 2005 in Kleinwetzdorf eines der größten archäologischen Vorhaben des Landes gestartet und gestern in Wien präsentiert. Bis zur Landesausstellung sollen alle niederösterreichischen Kreisgrabenanlagen, die ältesten Großbauten Europas, erforscht und dokumentiert werden. Für das Vorhaben werden von der NÖ Landesregierung 160.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Zur Zeit sind in Österreich 47 steinzeitliche Kreisgrabenanlagen bekannt, 45 davon liegen in Niederösterreich, der Großteil im Weinviertel. Vor Beginn der umfangreichen Vorarbeiten waren 37 bekannt, 16 sind teilweise oder vollständig prospektiert. Im Zuge der Kampagne werden die Messungen jetzt ergänzt und alle Kreisgrabenanlagen systematisch erfasst. Daraus erhofft man sich nicht zuletzt Aufschlüsse über die bis heute nicht restlos geklärte Funktion der vor 7000 Jahren entstandenen Anlagen, die Schutzbauten genauso gewesen sein könnten wie Versammlungszentren; die Siedlungen selbst lagen jedenfalls außerhalb. Die Kreisgrabenanlagen mit einem Durchmesser von 40 bis 140 Metern weisen unterschiedlichste Formen mit 1 bis 3 konzentrischen Gräben, 2 bis 6 Toranlagen und 1 bis 3 Palisadenringen auf.

Im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2005 wird in Klein Wetzdorf am Heldenberg ein Schaukreisgraben im Maßstab 1 : 1 nachgebaut sowie ein Besucherzentrum errichtet, das die aktuellsten Forschungsergebnisse über die Kreisgräben dokumentiert. Zweiter Themenbereich der Landesausstellung wird eine kritische Beleuchtung des Begriffes „Helden“ im Lauf der Geschichte sein. Auch der Englische Garten wird für 2005 revitalisiert.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kultur und Wissenschaft, Telefon 02742/9005-13093, Edith Bilek-Czerny.


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