24.03.2003 | 00:00

NÖ Visionen für das Krankenhaus der Zukunft

Sobotka: „Ganzheitliche Gesundheitsdrehscheibe in der Region“

Das Krankenhaus der Zukunft soll offen für alle sein: Geschäfte, Selbsthilfegruppen, Therapien und Angebote auch für gesunde Menschen, wie etwa Massage, sollen im Krankenhaus des Jahres 2010 beheimatet sein. Im Land Niederösterreich wurden nun hiefür die Weichen gestellt und erste konkrete Projekte begonnen.

„Das Krankenhaus der Zukunft soll den Menschen als ganzheitliche Gesundheitsdrehscheibe in der Region zur Verfügung stehen. Angebote von Selbsthilfegruppen, Angebote für Vorsorgeuntersuchungen, aber auch Biolebensmittel soll es im Krankenhaus 2010 geben“, so Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zu den Plänen für das moderne Krankenhaus.

Grundgedanke ist der Weg von der Reparaturmedizin hin zur Vorsorgemedizin. Nur wenn Vorsorgeuntersuchungen und andere Informationseinrichtungen für die Bevölkerung direkt im Spital angeboten werden, wird sich das Krankenhaus zu einem Gesundheitszentrum entwickeln.

Niederösterreich verfolgt in seinem 663 Millionen Euro umfassenden Ausbauprogramm diesen neuen Ansatz. Im NÖGUS wurde die neue Ausbaurichtlinie unter diesen Gesichtspunkten bereits beschlossen. Kurzfristig soll dieses Konzept nun bei den Umbauten in den Spitälern von Mistelbach, Korneuburg, Amstetten und Melk umgesetzt werden. Durch eine wissenschaftliche Begleitung sollen die entsprechenden Möglichkeiten erhoben werden. Langfristig könnte das Krankenhaus Neunkirchen als anstehender Neubau Niederösterreichs erstes ganzheitliches Gesundheitszentrum werden.

Neben Serviceeinrichtungen wie Cafés mit eindeutiger Orientierung nach außen sowie Geschäften für Lebensmittel und Gegenständen des täglichen Bedarfs soll die Eingangshalle des Krankenhauses der Zukunft auch entsprechende Dienstleistungsfunktionen beinhalten: Ernährungsberatung, orthopädische Beratung in Verbindung mit Bandagisten, Beratungen für Angehörige, aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten für rekonvaleszente Patienten sollen hier Platz finden.

Zusätzlich müssen aber auch die medizinischen Dienstleistungen ausgebaut werden: Eine Nutzung der Untersuchungs- und Behandlungsräume für niedergelassene Ärzte außerhalb der Betriebszeiten oder Physikalische Therapie durch externe Anbieter in Verbindung mit einem Fitneßstudio im Krankenhaus sind nur einige der möglichen Beispiele. Auch mietbare Besprechungs- und Schulungsräume sowie infrastrukturelle Einrichtungen für Personen von außen sind denkbare Varianten.

„Patienten müssen hier ihre Medikamente gleich in Apotheken kaufen können. Nach einer Ernährungsberatung sollte es möglich sein, seine Lebensmittel vor Ort im Natur- und Bioladen zu erwerben. Aber auch Cafés und andere kommunikative Einrichtungen sollen in einer offenen Bauweise für Wohlfühlen sorgen und der Stigmatisierung entgegenwirken“, so Sobotka abschließend.


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