21.03.2003 | 00:00

Werkstätten-Neubau für die Berufsschule Neunkirchen

Pröll nahm Spatenstich vor: Über 8 Millionen Euro Kosten

In Neunkirchen nahm gestern Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll den Spatenstich für den Neubau der Werkstätten der Landesberufsschule vor. In Niederösterreich werden 19 gewerbliche Landesberufsschulen mit angeschlossenen Schülerheimen geführt. Rund 20.300 Lehrlinge besuchen pro Schuljahr diese Berufsschulen. In Neunkirchen werden Maschinenbautechniker, Maschinenschlosser, Werkzeugbautechniker, Betriebsschlosser, Dreher, Stahlbauschlosser, Zerspannungstechniker oder Technische Zeichner ausgebildet. 1.154 Lehrlinge in diesen Industrieberufen bekamen im letzten Schuljahr in Neunkirchen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Der Frauenanteil lag in diesem Jahr bei nur 42 Lehrlingen.

Für zehn Landesberufsschulen wurde vom NÖ Landtag 1999 ein Ausbau- und Investitionsprogramm von 55 Millionen Euro beschlossen. Für den Neubau der Werkstätten in der Berufsschule Neunkirchen stehen über 8 Millionen Euro zur Verfügung. Die bestehenden Lehrwerkstätten sind rund 30 Jahre alt und in einem äußerst schlechten Zustand. Da auch die Raumaufteilung nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Werkstättenunterrichts entspricht, wurde auch ein neues Raumkonzept entwickelt, das zusätzlich zur Generalsanierung einen Zubau notwendig gemacht hätte. Stattdessen wird nun aus Kostengründen ein Werkstättenneubau errichtet, der an das bestehende Schulgebäude angrenzen soll. Auf einer Fläche von rund 2.930 Quadratmetern erhalten sämtliche Fachbereiche wie Zerspannungstechnik, CNC-Laserabteilung, Stahlbau, Form- und Gießtechnik oder Wärmebehandlung optimale Voraussetzungen für eine zukunftsgerechte Gestaltung des Unterrichts mit modernster maschineller Ausstattung und der notwendigen Infrastruktur. Der Unterricht soll 2004/2005 bereits im neuen Werkstättengebäude stattfinden.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll nützte einen Vergleich mit der Fußballwelt und meinte, dass Niederösterreich auf Grund der europäischen Situation in der Lage sei, in der Championsleague zu spielen. Wenn man aber in die Championsleague aufsteigen wolle, müsse man unbedingt die Heimspiele gewinnen, sonst habe man auswärts keine Chance. Genau das sei der Grund, warum das Land so forciert in die Ausbildung investiere. Was die Schulen und die Infrastruktur betreffe, habe Niederösterreich schon etwas zu bieten. Es sei aber auch sehr wichtig, dass die Ausbildungseinrichtungen optimal genützt werden.

Landesrat Fritz Knotzer antwortete auf die Frage nach dem Nutzen eines Lehrlingsausbildungsfonds, er glaube, es sei für die Zukunft sehr wichtig, dass man jene Betriebe, die nichts für die Lehrlingsausbildung tun, zur Kasse bittet. Der Lehrberuf sei keine Sackgasse, denn es bestehe beispielsweise die Möglichkeit, eine Berufsreifeprüfung abzulegen. Knotzer zeigte sich auch begeistert über die Modernisierung der niederösterreichischen Berufsschulen, etwa in den Fächern Lasertechnik und EDV.


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