19.03.2003 | 00:00

Startschuss für Generalsanierung in Mauer

Erster Schritt zum „Ostarrichiklinikum“

In Mauer wurde gestern der Startschuss für die Renovierung der forensischen Psychiatrie der Landesnervenklinik (Pavillion 6) sowie für einen Totalumbau eines Heimes für Schwerstbetreubare im Rahmen des Landes-Pflege- und Pensionistenheims (Haus 4) gegeben. Gleichzeitig ist das der erste Schritt zum „Ostarrichiklinikum“ als einem von sieben niederösterreichischen Zentren für seelische und körperliche Gesundheit im Jahr 2010. Das Gesamtkonzept soll ab November erstellt werden. Das Haus 4 wird künftig 44 Personen, meist in Einzelzimmern, beherbergen, die Gesamtbaukosten betragen 6,4 Millionen Euro. Der Pavillon 6, ein innen renovierungsbedürftiges Jugendstilgebäude, wird 24 systematisierte Betten inklusive 6 Betten im offenen Wohnvollzug aufweisen.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop betonte, es gehe nicht bloß um die Einleitung von Baumaßnahmen, sondern um die größte Veränderung in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Hauses. Das Haus werde nicht nur in Zukunft existieren können, sondern die Zukunft mitgestalten. Das „Ostarrichiklinikum“ stehe für Regionalisierung gemäß Psychiatrie- und Neurologieplan, ein flächendeckendes Angebot für behinderte und mehrfach behinderte Menschen, die stärker gewordenen Ansprüche der Patienten sowie für eine Entstigmatisierung.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka sagte, das Konzept des „Ostarrichiklinikums“ vereinige die Perspektiven des ÖKAP und des NÖGUS und verfolge eine Neupositionierung im Sinne der Patienten. Der niederösterreichische Weg in der Psychiatrie orientiere sich am Ziel, zu dezentralisieren, um Hemmschwellen gering zu halten und Kompetenzen zu bündeln, um sie aufzuwerten.

Emil Schabl, Zweiter Präsident des NÖ Landtages, meinte, der neue Psychiatrieplan des Landes sei ein Quantensprung auch im Umgang mit Menschen. Vom Grundkonsens im Interesse einer humanen Gesellschaft in Niederösterreich dürfe man sich nicht abbringen lassen.


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