18.03.2003 | 00:00

Bauvorbereitungen für A 5 beginnen

Gorbach und Pröll gaben Startschuss

Die Bauvorbereitungsarbeiten für die A 5 Nordautobahn werden demnächst begonnen. Verkehrsminister Hubert Gorbach und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gaben gestern in Gaweinstal, Bezirk Mistelbach, den Startschuss. Die Vorarbeiten umfassen archäologische Grabungen des Bundesdenkmalamtes. Dafür wird die Humusschichte abgetragen, um mögliche urgeschichtliche Funde, die hier vermutet werden, freizulegen. Noch in der ersten Jahreshälfte des heurigen Jahres soll die Umweltverträglichkeitsprüfung beginnen.

Derzeit wird mit Hochdruck am Einreichprojekt für den ersten Bauabschnitt der A 5 zwischen Eibesbrunn und Schrick gearbeitet. Diese Planungen sind Grundlage für die notwendigen Behördenverfahren. Die Verkehrsfreigabe der A 5 im 23 Kilometer langen Abschnitt zwischen Eibesbrunn und Schrick ist für 2008 vorgesehen. Die A 5 soll in drei Abschnitten von Süden nach Norden ausgebaut werden. Die Autobahn wird neu errichtet, in manchen Abschnitten erfolgt das unter Mitverwendung der bestehenden B 7 Brünner Straße.

Die A 5 beginnt beim Knoten Eibesbrunn und verläuft dann westlich von Eibesbrunn in die bestehende Umfahrung von Wolkersdorf, die als Autobahn ausgebaut wird. Zwischen Wolkersdorf Nord und Kollnbrunn wird die bestehende B 7 verbreitert. Kollnbrunn und Gaweinstal werden im Westen umfahren. Zwischen Gaweinstal und Schrick wird die bestehende B 7 ausgebaut. Die Gesamtkosten der 60 Kilometer langen Nordautobahn zwischen Eibesbrunn und Drasenhofen liegen bei 370 Millionen Euro. Die Kosten für den Abschnitt Eibesbrunn – Schrick betragen 185 Millionen Euro. Die gesamte A 5 soll 2010 fertig sein. Die Nordautobahn ist deshalb notwendig, um eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Großraum Wien und der Tschechischen Republik herzustellen. Außerdem sollen die bestehenden Ortsdurchfahrten entlastet und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Verkehrsexperten prognostizieren für 2020 in Höhe Wolkersdorf ca. 64.000 Autos pro Tag.

Landeshauptmann Pröll erläuterte, dass in der Politik im Sinne der nachfolgenden Generationen weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssten. Der Spatenstich für dieses Vorhaben habe Signalwirkung. Oberstes Ziel sei es, Verkehrssicherheit und Lebensqualität für die Bevölkerung zu heben. Außerdem werde dem Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie Rechnung getragen.

Verkehrsminister Gorbach meinte, dass die Bürger viel Positives zu diesem Projekt beitragen könnten. Die Infrastruktur müsse der Entwicklung angepasst werden. Die EU-Erweiterung bringe Mobilität. Gorbach warnte außerdem davor, Straße und Schiene gegeneinander auszuspielen.


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