17.03.2003 | 00:00

Gemeinsame Umweltziele mit Tschechien erarbeitet

Sobotka: „Treffen mit Umweltminister sehr produktiv“

Bei einem Arbeitsbesuch bei Umweltminister Libor Ambrozek in Tschechien bedankte sich Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka am Freitag für die Unterstützung der tschechischen Einsatzkräfte beim Hochwasser des vergangenen Jahres. Konkrete Themen waren der Umweltschutz und die gemeinsame Raumordnung. „Der Kontakt zu unseren Nachbarländern ist uns ein besonderes Anliegen. Diesen pflegt Niederösterreich seit langem, insbesondere im Hinblick auf die EU-Erweiterung“, so Landesrat Sobotka. In einem sehr positiven und erfolgreichen Gespräch konnten mit dem tschechischen Umweltminister konkrete Projekte im Bereich des Klimaschutzes und der Raumordnung besprochen werden.

Minister Ambrozek zeigte sich sehr interessiert an der erfolgreichen Arbeit Niederösterreichs im Bereich des Klimabündnisses. Hier wird es mit der neuen Umweltberatungsstelle in Zistersdorf konkrete Projekte geben. Tschechien unterstützt den CO2-Einsparungsgedanken der Unternehmen und Institutionen seit Jahren. Nun sollen auch die Gemeinden und Bürger zum Klimaschutz bewogen werden. Niederösterreich mit seinen über 200 Klimabündnisgemeinden wird hier sein Know-how anbieten. Auch in der Aktion Natur im Garten wird es weitere Kooperationen geben. Ein Gartenratgeber in tschechischer Sprache liegt bereits vor, weitere sollen folgen.

Eine Zusammenarbeit gibt es auch im Bereich der Luftgüte-Überwachung bereits seit einigen Jahren. Niederösterreichs Experten arbeiten mit ihren tschechischen Kollegen über die Landesgrenzen hinweg erfolgreich zusammen. Diese Kooperation wird nun intensiviert und ausgebaut.

„Die Kooperation mit unseren Nachbarn ist einer der wichtigsten Themenbereiche der heutigen Zeit. Die europäische Erweiterung eröffnet uns viele Chancen und Möglichkeiten, die Niederösterreich, wenn wir eng mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten, zum Erweiterungsgewinner Nummer eins machen werden“, so Sobotka.

Im Bereich der Raumordnung soll es zu einer konkreten Zusammenarbeit der Länder Tschechien, Slowakei und Niederösterreich kommen. Ziel ist ein gemeinsames Raumordnungskonzept für die Region Niederösterreich, Südmähren und Bratislava. „In dieser Grenzregion entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Wirtschaftsparks und neue Unternehmen. Die Region ist eine der prosperierendsten Europas. Wir wollen den planerischen Hintergrund liefern, damit alle Niederösterreicher, Tschechen und Slowaken von der kommenden europäischen Erweiterung profitieren“, so Sobotka zu den Zielen des gemeinsamen Konzepts.

Sobotka bot den tschechischen Vertretern auch die Möglichkeit an, niederösterreichische Vorzeigeprojekte wie etwa die energieautarke Gemeinde Bruck an der Leitha zu besuchen, um sich über konkrete energiesparende Projekte zu informieren.


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