17.03.2003 | 00:00

Neue Brücke von Marchegg in die Slowakei

Pröll und Prokopovic: Historisches Projekt für beide Regionen

In Marchegg soll ein neuer Grenzübergang errichtet werden. Mit Hilfe einer neuen Brücke von Marchegg ins slowakische Devinska Nova Ves soll die March gequert werden. Vorerst wird eine Pionierbrücke vom Österreichischen Bundesheer und dem Land Niederösterreich errichtet. Die neue Straßenbrücke wird umweltschonend gebaut, da bestehende Pfeiler neben der Eisenbahnbrücke genützt werden. Die Brücke wird 460 Meter lang sein und rund 6 Millionen Euro kosten. Im Frühsommer 2004 soll sie fertig sein. Die Brücke ist deswegen so lang, weil auf slowakischer Seite ein Überflutungsgebiet überbrückt werden muss. Experten rechnen damit, dass rund 1.800 Autos pro Tag die neue Brücke queren werden.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der slowakische Verkehrsminister Dipl.Ing. Pavol Prokopovic nahmen heute in Marchegg einen Lokalaugenschein vor. Für Landeshauptmann Pröll ist diese Brücke ein historisches Projekt für beide Regionen. Die EU-Erweiterung bringe es mit sich, dass die March beide Länder nicht mehr trenne, sondern verbinde. Pröll unterstrich, dass die Brücke in naturschonender Form gebaut werde, da die Straße auf einer vorhandenen Trassierung laufe. Minister Prokopovic meinte, dass Niederösterreich und die Slowakei auf Grund ihrer geografischen Lage zur Zusammenarbeit prädestiniert seien. Lubo Roman, Vorsitzender des Selbstverwaltungskreises Bratislava, betonte, dass Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll die europäische Dimension richtig umsetze. Die gemeinsame Gestaltung der Zukunft müsse allen Beteiligten ein Anliegen sein.

In die Slowakei sind neben Marchegg drei weitere Grenzübergänge geplant, Angern, Dürnkrut und Hohenau, wo die Pontonbrücke durch eine feste Brücke ersetzt wird.

Begleitet war der heutige Lokalaugenschein der Politiker durch Demonstranten, die den Bau der neuen Brücke verhindern wollen.


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