10.03.2003 | 00:00

Walther von der Vogelweide vor 800 Jahren erwähnt

Großes Fest in Zeiselmauer-Wolfpassing

Die Gemeinde Zeiselmauer-Wolfpassing veranstaltet vom 25. bis 28. September ein großes Walther von der Vogelweide-Fest. Die Vorbereitungen für dieses Fest sind bereits angelaufen. Für die Festveranstaltung unter dem Motto „Tandaradai – ein Fest für Walther“ am Samstag, 27. September, und am Sonntag, 28. September, sind zahlreiche Aktivitäten geplant. So beginnt am Sonntag um 9.30 Uhr eine Festmesse am Kirchenplatz, um 11 Uhr wird ein mittelalterliches Konzert in der Pfarrkirche mit dem Ensemble „Unicorn“ veranstaltet. Viele Interpreten – am Programm wird derzeit noch gearbeitet – treten bei diesem Zwei-Tage-Fest auf, das auch kulinarisch umrahmt wird. Zudem findet in der Volksschule in Zeiselmauer voraussichtlich von Samstag, 27. September, bis Mittwoch, 1. Oktober, eine Ausstellung über das Wirken von Walther von der Vogelweide statt.

Ein wissenschaftliches Symposium, von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Univ.Prof. Dr. Helmut Birkhan organisiert, wird von Donnerstag, 25. September, bis Samstag, 27. September, in Anwesenheit zahlreicher internationaler Wissenschafter einschlägige Themen rund um den Minnesänger und Spruchdichter behandeln. Der Festvortrag in der Römerhalle in Zeiselmauer findet am Freitag, 26. September, um 19 Uhr statt.

Walther von der Vogelweide wurde zwischen 1170 und 1175 geboren, mit einiger Wahrscheinlichkeit im Herzogtum der Babenberger. Er wurde am Hofe Herzog Leopolds V. zu Wien zum Minnesänger ausgebildet. Anfangs unter dem Einfluss des Minnesängers Reinmar des Alten, ging er nach den Tod des Gönners, Herzog Friedrich I., 1198 an den Hof Philipps von Schwaben. Dort wird Walther von der Vogelweide zum Schöpfer einer politischen Spruchdichtung, lernt aber auch die mittellateinische Lyrik kennen. 1203 kam es bei seinem Aufenthalt in Zeiselmauer zur Schenkung des Pelzrocks und zur urkundlichen Erwähnung. Das Original der Urkunde befindet sich in Cividale in Friaul. Der Minnesänger ist um 1230 gestorben, begraben ist er wahrscheinlich in Würzburg.


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