07.03.2003 | 00:00

Initiative „Waldviertel Lebensviertel“ für gentechnikfreie Zone

Plank: Regionalität auch auf Märkten umsetzen

Die Initiative „Waldviertel Lebensviertel“ wurde von Waldviertler Bauern gemeinsam mit dem Ernteverband ins Leben gerufen, um mit neuen Produkten neue Märkte zu erschließen. Ziel ist es, in den drei Leitregionen Raabs, Harbach und Gars sowie in weiterer Folge im ganzen Waldviertel eine gentechnikfreie Zone auf freiwilliger Basis zu schaffen. Am Edelhof bei Zwettl wurden gestern Details der vom Land Niederösterreich mit 1 Million Euro unterstützten Initiative vorgestellt.

Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank betonte, die Initiative habe das „Zeug zu einer Erfolgsgeschichte“. Gentechnikfreiheit sei aber innerhalb der Bauernschaft ein sensibles Thema, eine Reihe von Fragen und Konfliktfeldern sei offen. Der Weg gentechnikfreien Anbaus etwa lasse sich im Prinzip nicht ohne den Nachbarbetrieb gehen. Das offensive Pilotprojekt zur Sondierung des Marktes abseits von Schwarz-Weiß-Diskussionen eröffne neue Chancen für das Waldviertel. Vor allem wenn die Initiative von ganzen Gemeinden getragen werde, sei sie eine attraktive Chance, eine breite Produktpalette von höchster Qualität mit einem guten Namen zu versehen und Regionalität auch auf Märkten umzusetzen. Das wissenschaftlich begleitete Stufenmodell vom Anbau bis zu definierten Produkten in einer integrierten Partnerschaft sei ein erfolgversprechender Ansatz, so Plank.

Die gentechnikfreie Zone Waldviertel beruht auf Freiwilligkeit. Die Initiative richtet sich an Biobauern und an konventionelle Landwirte, die Mitgliedschaft ist kostenlos. Mindeststandard ist der Anbau von gentechnisch nicht verändertem Saatgut und danach der stufenweise Einstieg in Pflanzen- und Tierproduktion.

Nähere Infos bei der Initiative Waldviertel, Telefon 02822/536 33, Dipl.Ing. Adolf Kastner, bzw. bei Bio Ernte Austria, Telefon 02233/565 22-0, Engelbert Sperl.


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