04.03.2003 | 00:00

„Deckel“ bei Photovoltaik aufheben:

Sobotka: „Erwarten positive Lösung für Häuslbauer“

In den letzten Wochen hat die zuständige Behörde E-Control bekannt gegeben, dass bei Photovoltaikanlagen der gesetzlich festgesetzte sogenannte „Deckel“ von 15 Megawatt erreicht wurde. Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka setzt sich nun gemeinsam mit Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank für eine Neuregelung ein: „Die im Bundesgesetz getroffene Regelung behindert massiv das Fortschreiten dieser für den Umweltschutz so wesentlichen alternativen Energiegewinnung. Wir erwarten uns eine für Niederösterreichs Bevölkerung positive Lösung.“

Niederösterreich fordert konkret, dass Kleinanlagen, die im Zusammenhang mit der Errichtung von Gebäuden stehen, von der Deckelung generell ausgenommen werden. Es entspricht dem Anliegen zahlreicher Hauseigentümer, selbst zum Umweltschutz beizutragen und zu zeigen, dass sie persönlich für eine nachhaltige Entwicklung einstehen. „Dies ist ein wesentliches Element einer erfolgreichen Umweltpolitik und es sollte alles unternommen werden, um diese Bestrebungen nicht zu behindern, sondern sie aktiv zu unterstützen“, so Sobotka.

Darüber hinaus sollte die Deckelung von 15 Megawatt dahingehend modifiziert werden, dass sie nur für Anlagen gilt, die nach dem 1. Jänner 2003 errichtet werden. Dies sollte einen Polster von etwa 10 Megawatt ergeben und dem Faktum Rechnung tragen, dass der Großteil des „Deckels“ durch so genannte Altanlagen erreicht wurde. Diese Einspeisetarife liegen in Teilen Österreichs weit über den nunmehrigen Tarifen.

Für die Zukunft sollte ein kontingentiertes Ausschreibemodell zur Anwendung gelangen, nach dem eine gewisse Menge jährlich ausgeschrieben wird. Es sollten diejenigen Anlagen zum Zug kommen, die das beste Kostengerüst aufweisen, wobei sich der Einspeisetarif an den effizientesten Anlagen orientieren sollte. Dies würde eine nachhaltige Lösung bringen, bei der alle Seiten befriedigt werden könnten, so Sobotka abschließend.


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