04.03.2003 | 00:00

Prokop: Niederösterreich ist das „Familienland Nummer 1“

Sorgen bereiten die Scheidungszahlen

Ein klares Bekenntnis zur „Familie“ legt Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop ab: „Die Familie ist ein besonders wichtiger Lebensbereich. Geht es den Familien in unserem Land gut, dann geht es auch der Gesellschaft als Ganzes gut!“ In ihrer Ansicht bestätigt sieht sich Prokop durch eine aktuelle Studie der NÖ Arbeiterkammer, in der 94 Prozent der befragten Frauen angeben, dass die Familie für sie einen „sehr wichtigen“ und für weitere 5 Prozent einen „ziemlich wichtigen“ Lebensbereich darstellt. „Damit stellen insgesamt 99 Prozent der befragten Frauen die Familie in den Lebensmittelpunkt“, so Prokop zu den Ergebnissen der Studie.

„Familienpolitik war für mich stets ein zentrales Handlungs- und Betätigungsfeld. Die Ergebnisse der Familienarbeit des Landes Niederösterreich können sich durchaus sehen lassen. Nicht umsonst wird Niederösterreich als das ‚Familienland Nummer 1‘ in Österreich gesehen und auch so bezeichnet“, so Prokop .

Die Zahlen und Fakten würden eine klare Sprache sprechen und diese Aussage belegen: „Mit der NÖ Familienhilfe als Direktzahlung an junge Eltern und einer finanziellen Förderung der Kinderbetreuung stellen wir die Wahlfreiheit sicher und tragen auf diese Weise auch entscheidend zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Mit Jahresbeginn wurde die Familienhilfe auf die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes angehoben und bis zum 42. Lebensmonat bzw. Kindergarteneintritt verlängert. Dank der Elternförderung können sich heute auch Familien mit geringem Einkommen Tagesmütter, Horte und Kindergruppen leisten. Dafür und für die Förderung der Trägerorganisationen haben wir im Jahr 2002 rund 9,2 Millionen Euro bereitgestellt. Noch immer ist Niederösterreich das einzige Bundesland, das den Kindergarten als wichtige Bildungseinrichtung den Eltern am Vormittag kostenlos zur Verfügung stellt und für die Nachmittagsbetreuung nur einen sozial gestaffelten Beitrag einhebt. Besonderes Augenmerk haben wir in den letzten Jahren auch dem Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen beigemessen: Die Hortplätze sind in den letzten fünf Jahren auf 6.500 Plätze verdreifacht worden und bei den Kindergartenkindern ist eine Vollversorgung schon längst erreicht. Bei den Tagesmüttern liegen wir mit 1.500 Tagesmüttern österreichweit an der Spitze. Mit innovativen Kinderbetreuungsmodellen wie den „Flying Nannies“ oder den „Mobilen Mamis“ werden wir den flexiblen Wünschen berufstätiger Eltern gerecht. Zu einem wahren „Renner“ entwickelt hat sich auch der NÖ Familienpass, den auf Grund seines breiten Angebotes wie Versicherungsschutz und Vorteile bei 1.500 Vorteilsgebern in ganz Niederösterreich, mittlerweile über 105.000 Familien in unserem Land besitzen“, führte Prokop aus.

Sorgen bereiten Prokop hingegen die Eheschließungs- und Scheidungszahlen. „Während nämlich die Zahl der Hochzeiten weiter abnimmt – so waren es im Jahr 2001 in Niederösterreich nur insgesamt 6.569 Paare und damit um mehr als Tausend weniger als im Jahr zuvor, die einander das „Ja-Wort“ gaben –, steigt die Zahl der Scheidungen weiter. So haben sich in Niederösterreich im Jahr 2001 insgesamt 4.039 Paare scheiden lassen, im Jahr davor waren es 3.818 und 1975 sogar nur 1.556. Leidtragende sind sehr oft auch die Kinder. Von den Scheidungen im Jahr 2001 sind insgesamt 2.801 Kinder, davon 351 jünger als drei Jahre, betroffen.

Seitens des Landes Niederösterreich habe man diese Entwicklung aber keinesfalls tatenlos hingenommen, sondern vielmehr wirksam entgegenzusteuern versucht. „Mit gezielten Aktionen wie dem „NÖ Partnerschaftstraining“, wo wichtige Themen wie Kommunikation und Streitkultur, Probleme mit den Herkunftsfamilien und der Familienkultur, Fragen der modernen Partnerschaft, der Sexualität und Erotik ausführlich behandelt werden, oder der NÖ Elternschule, die in letzten fünf Jahren insgesamt bereits 434 Mal in verschiedenen Modellen stattfand, wobei in 50 Sonderprogrammen wichtige Themen wie Kinder und Medien, Computer, Suchtvorbeugung und Konfliktvermeidung mit Eltern behandelt wurden, wird versucht, Paaren und Eltern ein entsprechendes „Rüstzeug“ für eine funktionierende Ehe und Partnerschaft bereit zu stellen.

Nähere Informationen: Mag. Werner Schwarz (Büro LHStv. Prokop), Telefon 02742/ 9005-12 199, e-mail: w.schwarz@noel.gv.at.


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