03.03.2003 | 00:00

Immer mehr brauchen Hilfe der NÖ Schuldnerberatung

Private Haushalte 2001 mit 59 Milliarden Euro verschuldet

Die Zahl jener, die die Schuldnerberatung in Niederösterreich aufsuchen, steigt stetig, und zwar durchschnittlich um 20 Prozent pro Jahr. Gab es 1999 noch 1.896 Erstkontakte, waren es 2002 bereits 2.744. Und auch die Zahl jener, die längerfristig von der Schuldnerberatung betreut werden müssen, stieg weiter an – von 2.978 Niederösterreichern im Jahr 1999 auf 4.173 im Jahr 2002. Für Landesrätin Christa Kranzl zeigt diese besorgniserregende Entwicklung die Notwendigkeit der NÖ Schuldnerberatung, die mit den Betroffenen selbst, aber auch mit den Banken Gespräche führt und Rat und Hilfe bei der Rückzahlung der Schulden anbietet. Die durchschnittliche Verschuldung der Niederösterreicher, die die Schuldnerberatung aufsuchen, liegt bereits bei rund 90.000 Euro, bei Jugendlichen bei rund 26.000 Euro.

Die Ursachen für diese ständig steigende Verschuldung sieht Kranzl in der sinkenden Kaufkraft der Bevölkerung (geringere Einkommen, Verlust des Arbeitsplatzes etc.), im fehlenden Gedanken für Sparsamkeit – das Geld wird lockerer ausgegeben – und im nach wie vor fehlenden Gefühl für den Euro. In diesem Zusammenhang sprach sich Kranzl für die Fortsetzung der doppelten Preisauszeichnung aus. Einen Appell richtete sie auch an die Banken, bei der Vergabe von Krediten und bei der Überziehung der Konten, insbesondere bei Jugendlichen, Vorsicht walten zu lassen. Im Jahr 2002 wurden an private Haushalte Bankkredite in der Höhe von 59 Milliarden Euro vergeben, um 15 Milliarden Euro mehr als noch 1996.


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