26.02.2003 | 00:00

NÖ Wohnbauförderung sorgt für enorme Impulse

120.000 Wohneinheiten in den letzten 5 Jahren gefördert

Rund 35 Prozent der gesamten Bauproduktion in Niederösterreich entfallen laut einer WIFO-Studie auf den Wohnbau. Und die Nachfrage nach gefördertem Wohnbau ist nach wie vor groß. Der Wohnbauförderungsbeirat hat in seiner Sitzung für über 10.000 Wohneinheiten, 41 Ordinationen und 4 Heime Darlehen und Zuschüsse in der Gesamthöhe von über 208 Millionen Euro bewilligt. Damit werden Gesamtinvestitionen von knapp 650 Millionen Euro ausgelöst. „Diese Investitionen sorgen nicht nur für wichtige Impulse im Bau- und Baunebengewerbe – in der Bauwirtschaft werden durch den Wohnbau in Niederösterreich jährlich bis zu 30.000 Arbeitsplätze abgesichert bzw. neu geschaffen –, die Wohnbauförderung ist auch ein wichtiges Instrument der Familien- und Sozialpolitik in Niederösterreich“, betonte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Landesrat Fritz Knotzer.

Prokop und Knotzer zogen auch Bilanz über die Wohnbauförderung der letzten fünf Jahre. „Im Zeitraum von 1998 bis Februar 2003 wurden in Niederösterreich insgesamt fast 120.000 Wohneinheiten im Neubau und im Bereich der Althaussanierung gefördert. Die Gesamtinvestitionen, die damit ausgelöst wurden, betrugen über 7,5 Milliarden Euro.“ Sozialer Wohnbau wäre ohne diese Förderung nicht möglich, ist Knotzer, der nach der Landtagswahl aus der Landesregierung ausscheidet, überzeugt. Und was Prokop besonders wichtig ist: „Keine andere Leistung der öffentlichen Hand geht so sehr ins Land hinein wie die Wohnbauförderung, von der Familien in allen Regionen und die kleinsten Gemeinden ebenso profitieren wie viele Klein- und Mittelbetriebe.“

Die Wohnbauförderung wurde in den vergangenen Jahren auch ständig den Bedürfnissen angepasst. Die Verwaltungsabläufe wurden zwecks rascher Abwicklung der Bewilligungsverfahren vereinfacht, Wohnbauförderungs-Anträge können nun auch per Internet heruntergeladen werden. Dazu wurde die Wohnbauförderung immer mehr ökologisiert, auch der Einbau von Solaranlagen und der Austausch von Heizkesseln werden gefördert. Auch die 1982 eingeführte Baurechtsaktion des Landes ist eine wichtige Ergänzung der Wohnbauförderung. Bisher wurden für 1.500 Familien Baugrundstücke angekauft und dafür 44,5 Millionen Euro aufgewendet. Zudem hat sich der Schwerpunkt der Wohnbauförderung vom Neubau in Richtung Althaussanierung verlagert. Prokop: „Im Jahr 2002 betrafen bereits 60 Prozent den Bereich der Sanierung und 40 Prozent den Neubau.“

Ein wichtiges Instrument ist auch die NÖ Wohnbauforschung, die eine wissenschaftliche Begleitung wohnungspolitischer Maßnahmen gewährleistet. Für 49 Forschungsaufträge wurden im Zeitraum zwischen 1998 und Februar 2003 insgesamt 1,5 Millionen Euro aufgewendet. Im Hinblick auf die Zukunft der Wohnbauförderung in Österreich gilt für Prokop wie auch für Knotzer: „Hände weg vom Wohnbau!“


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